Die Eichendorff - Realschule nimmt jedes Jahr Schüler und Schülerinnen in den bilingualen Zweig auf. Dort bekommen sie zwei Stunden Englisch pro Woche mehr als die Kinder in den Regelklassen. Durch diesen verstärkten Englischunterricht sollen die Schüler und Schülerinnen in die Lage versetzt werden ab der Klasse 7 erfolgreich am Erdkundeunterricht, der auch in Englisch erteilt wird, teilzunehmen! Im 8.Schuljahr wird das Fach Geschichte und in der 9.Klasse das Fach Politik ebenfalls in Englisch unterrichtet. Die Schüler haben dann 4 Stunden Englisch, 2 Stunden Erdkunde auf Englisch, 2 Stunden Geschichte und 2 Stunden Politik ebenfalls auf Englisch.
Anlässlich einer internationalen Fremdsprachentagung am 18.Februar 1999 in Bonn hob die nordrhein-westfälische Ministerin für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung, Frau Behler, u.a. hervor, dass die "diejenigen Schulen, die eine Fremdsprache in anderen Fächern als Arbeitssprache einsetzen, also die Schulen mit bilingualen Zügen, eine Erfolgsgeschichte besonderer Art geschrieben haben. Dieses erfolgreiche Modell, dass in Nordrhein-Westfalen inzwischen an 140 Schulen existiert, werden wir in flexibler Weise fortentwickeln...".
Herr Biederstädt berichtet: "Als ich im Schuljahr 1991 die ersten Gespräche mit dem Kollegium führte mit dem Ziel, dass sich die Eichendorff-Realschule am nordrhein-westfälischen Schulversuch Bilinguale Realschulen beteiligen sollte, waren die Reaktionen verständlicherweise zunächst abwartend und skeptisch, ob sich solch ein ehrgeiziges Ziel überhaupt in unserer Realschule verwirklichen lassen würde. Die Entscheidung, die die Schulkonferenz über diese qualitative Erweiterung des Schulprogramms treffen musste, war in meiner bisherigen Zeit als Leiter dieser Schule das einzige Mal, dass wir nach ausführlicher Diskussion eine Stimmgleichheit hatten, und ich als Vorsitzender den Ausschlag geben musste."
Seither ist viel Zeit vergangen und der bilinguale Zweig, mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden, ein schulisches Angebot, das uns immer noch als einzige Realschule in Köln auszeichnet. Die Kolleginnen, die vor zehn Jahren den Unterricht begannen, mussten Neuland betreten, ein völlig neues fachliches Lernen initiieren, bei dem Englisch als Arbeitssprache verwendet werden musste. Dank zahlreicher Angebote der Lehrerfortbildung, insbesondere des Bundessprachenamtes in Hürth, erhielten die Kolleginnen in unserer Schule die notwendige Unterstützung und Beratung im Rahmen dieses anspruchsvollen Schulversuches.
Und die Erfolge, die Akzeptanz bei Schülerinnen und Schülern und deren Eltern? Wie in allen Schulen, die sich an diesem Versuch beteiligten, nahm die Sprachkompetenz erheblich gegenüber den Regelklassen zu. Die Sprachbereitschaft der Lernenden wuchs beträchtlich, was natürlich durch Klassenfahrten nach England unterstützt wurde. (siehe Londonfahrten der Stufe 10 )
Bearbeitung: HP-Gruppe