Gefahr aus dem Internet

 

Wer erinnert sich nicht an I-Love-You und seine garstigen Gesellen. Vor Monaten machten Sie das Internet unsicher und trieben User wie Netzwerk-Administratoren zur Verzweiflung - der Schaden ging in die Milliarden. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein neues Virus die Computer-Gemeinde in Angst und Schrecken versetzt - kürzlich war es ein Bild des Pokemon - Monsters Pikachu, das via Mail die Fans in USA gequält hat. Die Sache mit den Viren hat zwei Seiten. Zwar sind in der Tat viele extrem schädlich. Aber andererseits sind sie nur so stark, wie man sie selbst macht. Denn noch kein Rechner wurde von einem Virus zerstört, das nicht vorher mehr oder weniger bereitwillig hereingelassen wurde.

 

So funktionieren Bootviren, Trojanische Pferde, Backdoors

Jeden Monat tauchen etwa 600 neue Viren auf. Insgesamt existieren bereits über 45.000. Ihre Wirkungen reichen von lustigen Bildschirmausgaben, Einfügen von Tippfehlern bis hin zum Formatieren der Festplatte. Nicht alle Viren sind verbreitet. Im Gegenteil: Der größte Teil ist nur in Forschungsabteilungen zu finden. Der kleinere Teil kommt tatsächlich in freier Wildbahn vor. Aus diesem Grund werden sie In The Wild (ITW) genannt. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, darf nicht unterschätzt werden. Allgemein ist ein Virus eine Routine, die ein Programm oder Dokument verändert, indem sie eine Kopie ihres Codes in das Wirtsprogramm einfügt. Über Disketten, CDs, Attachements von E-Mails oder auch dem Downloaden eines Programms aus dem Internet gelangen die infizierten Programme oder Dateien auf den Rechner. Erst bei der Ausführung des Wirts kann der Virus aktiv werden. Er nistet sich dann so im Computer ein, dass er bei jedem Rechnerstart automatisch aktiv ist. Wer gewisse Faustregeln beachtet, kann Viren und Würmern aus dem Weg gehen. Vorsichtig sollten Sie vor allem beim Surfen im Internet und beim Umgang mit E-Mails sein. Mit ein wenig Wissen in Sachen Download und E-Mail sind Sie auf der sicheren Seite. Klar ist auch: Wer den Gegner kennt, ist ihm oft eine Nasenlänge voraus. Wie also funktionieren Boot-, Makro- oder Script-Viren, was macht Trojanische Pferde so gefährlich, was sind Würmer und Backdoors? Und sind auch Handys in Gefahr?

 

Auf den folgenden Seiten sind die Arten des Angreifers und die Gefahren beschrieben.  

 

Bearbeitung: Mike Stey