Die Eichendorff - Realschule, Dechenstraße 1, 50825 Köln, wird im Schuljahr 2005 / 2006 von etwa 610 Schülerinnen und Schülern in 23 Klassen besucht. Die 35 Lehrerinnen und Lehrer bemühen sich, durch die pädagogische Arbeit allen Mädchen und Jungen eine möglichst umfassende Ausbildung und Erziehung zu vermitteln.
Die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Ermutigung, soziales und partnerschaftliches Lehren und Lernen, aber auch die Förderung der Leistungsbereitschaft sind grundlegende Ziele unserer Arbeit. Auf diese Weise vermitteln wir den Schülerinnen und Schülern eine solide Grundlage für einen späteren Beruf oder auch für den Besuch eines Berufskollegs oder der Gymnasialen Oberstufe.
Die Lehrerinnen und Lehrer, die an der Eichendorff-Realschule unterrichten,
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Das momentane Schulprogramm ist aus diesem Grunde nur eine Momentaufnahme, die sich aus einer Fülle von unterschiedlichen Diskussionen, Gesprächen, Konferenzen und sonstigen Entscheidungen ergeben hat.
Der Weg zu dem jetzt vorgelegten Schulprogramm war gekennzeichnet durch Gespräche und Erörterungen in
· informellen Gesprächen,
· Vereinbarungen und Beschlüssen in Lehrerkonferenzen,
· Fachkonferenzen,
· Teilkonferenzen wie z. B. Kooperationstreffen der Klassenleitungen der Klassen 5 und 6,
· Klassen- und Schulpflegschaftssitzungen,
· Sitzungen der Schülervertretung,
· Schulkonferenzen.
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§ Lehrplangemäßer Fachunterricht
In allen Unterrichtsfächern wird nach schulinternen Lehrplänen unterrichtet, die von den jeweiligen Fachkonferenzen aus den amtlichen Richtlinien und Kernlehrplänen und Lehrplänen erarbeitet wurden.
Die Umsetzung der Kernlehrpläne für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch in schulinterne Arbeitspläne ist noch nicht abgeschlossen, auch wenn die Gestaltung des Fachunterrichts nach dem Kompetenzmodell, das den Kernlehrplänen zugrunde liegt, begonnen hat. Die ersten Entwürfe für neue schulinterne Arbeitspläne liegen vor.
§ Differenzierung
· Neigungsdifferenzierung
Nach eingehender Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigten setzt in der Klasse 8 die Neigungsdifferenzierung ein mit den Fächern
· Französisch,
· Sozialwissenschaften,
· Informatik,
· Physik,
· Biologie.
Aufgrund des Schulgesetzes, das zum 01. August 2005 in Kraft getreten ist, wird dieser Bereich mittelfristig verändert. Die entsprechenden Vorplanungen laufen bereits.
· Wahlpflichtunterricht
Im Bereich des Wahlpflichtunterrichts werden je nach Wahl durch die Schülerinnen und Schüler sowie nach schulischen Möglichkeiten Angebote unterbreitet in den Fächern
· Sozialpädagogik,
· Hauswirtschaft,
· Kunst,
· Schülertheater (in englischer Sprache),
· Informatik,
· Internet – „Führerschein“,
· Erarbeitung und Pflege der schuleigenen Website,
· Medien live (Erarbeitung eines Films)
· Englisch (Internetprojekte).
§ Fächerübergreifender / fächerverbindender Unterricht
Die sowohl außerhalb der Schule als auch in amtlichen Richtlinien und Lehrplänen nachdrücklich geforderte Durchführung fächerverbindenden bzw. fächerübergreifenden Unterrichts wird auf unterschiedliche Weise umgesetzt.
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden immer wieder Themenbereiche des Englisch- und Kunstunterrichts miteinander verknüpft. Darüber hinaus arbeiten die Fächer Kunst und Musik regelmäßig zusammen. Im Rahmen von Unterrichtsreihen sind Tierbücher, Bücher über die Stadt Köln etc. erarbeitet worden. Dabei ist jeweils großer Wert darauf gelegt worden, dass in die jeweilige Projektarbeit die Vorgaben der neuen Kernlehrpläne eingeflossen sind.
Im Rahmen der Grundbildung Informatik, die aus der der Jahrgangsstufe 7 in die Jahrgangsstufe 5 vorverlegt worden ist, arbeiten die Fächer Deutsch und Informatik an derselben Thematik.
Ebenfalls in den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird den Schülerinnen und Schüler gezielt Methoden- und Medienkompetenz vermittelt.
In der Jahrgangsstufe 7 und 8 werden fächerübergreifende Unterrichtsreihen in den Fächern Französisch und Geographie / Geschichte durchgeführt, um beispielsweise Studienfahrten inhaltlich vor- und nachzubereiten.
In der Jahrgangsstufe 9 werden im Rahmen der Berufswahlorientierung Inhalte der Fächer Deutsch (Bewerbung, Lebenslauf), Mathematik (Wiederholung der Grundrechenarten etc.), Englisch (The world of work, writing a curriculum vitae and a letter of application), Politik (Berufsbilder, Sozialversicherungswesen etc.) aufeinander bezogen.
Da die Arbeit an Projekten gute Möglichkeiten für fächerübergreifenden Unterricht bietet, werden je nach Sach- und Interessenlage in einer jahrgangsstufenbezogenen Projektwoche, Themen exemplarisch und intensiv fächerverbindend / fächerübergreifend ausgewählt, um die Schülerinnen und Schüler zu mündigen, kritischen, verantwortungsbewussten Staatsbürgern zu erziehen.
§ Bilingualer Unterricht
Die Eichendorff-Realschule nimmt seit dem Schuljahr 1992 / 93 Schülerinnen und Schüler in die Klasse 5 für den englischsprachigen, den bilingualen, Zweig auf. Ein zusammenwachsendes Europa wird in den kommenden Jahren in zunehmendem Maße immer bessere Englischkenntnisse von uns allen verlangen, nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Alltag. Dieser Herausforderung möchten wir in unserer Schule dadurch Rechnung tragen, dass wir sprachlich interessierten Mädchen und Jungen einen verstärkten Englischunterricht anbieten, der sie aufgrund der im Laufe der Jahre erworbenen Kenntnisse in der englischen Sprache auf Berufe im Bereich von Banken, Handel und Verwaltung vorbereitet.
· Was bedeutet verstärkter Englischunterricht?
Eine der Klassen 5 erhält in den ersten beiden Schuljahren jeweils zwei Englischstunden pro Woche zusätzlich, d.h. sechs Stunden Englisch statt vier. Durch diesen verstärkten Englischunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, ab der Klasse 7 erfolgreich am Erdkundeunterricht teilzunehmen, der dann in ausgewählten Bereichen in der Fremdsprache Englisch erteilt wird. Im 8. Schuljahr wird das Fach Geschichte und in der 9. Klasse das Fach Politik in Form von Modulen auf Englisch unterrichtet.
Es sind immer wieder bilinguale Klassen zu einem Aufenthalt in England gewesen, wo sie in Familien untergebracht waren und darüber hinaus Einblick in verschiedene Bereiche des englischen Lebens hatten.
Interessierte Schülerinnen und Schüler absolvieren ihr Schülerbetriebspraktikum in Betrieben, in denen die englische Sprache eine große Rolle spielt.
· Was bedeutet der verstärkte Englischunterricht für die anderen Fächer?
Diejenigen Kinder, die in dieser Klasse am verstärkten Englischunterricht teilnehmen, erfahren dadurch keine Unterrichtskürzungen in anderen Fächern. Das grundsätzliche Angebot ist in allen 5. Klassen gleich.
· Welche Schülerinnen und Schüler werden in den bilingualen Zweig aufgenommen?
Nach eingehender Beratung durch die Schule entscheiden die Erziehungsberechtigten, ob sie für ihr Kind diese intensive Förderung wünschen. Die Schule erwartet als Voraussetzung für die erfolgreiche Mitarbeit in der Klasse mit vermehrtem Englischunterricht ein ausgeprägtes Interesse der Schülerinnen und Schüler am Umgang mit Sprachen.
§ Deutsch – französischer Schüleraustausch
Im Jahre 1983 wurde ein Schüleraustausch zwischen der Eichendorff - Realschule und dem Collège Maurice Barres in Charmes ins Leben gerufen, der über 25 Jahre jedes Jahr stattgefunden hat. Die französische Partnerschule liegt in der Kleinstadt Charmes etwa eine Autostunde südlich von Metz.
Leider musste dieser Schüleraustausch beendet werden, da in Frankreich keine Schüler / innen mehr Deutsch lernen und dadurch die Basis des Austausches nicht mehr gegeben war.
§ Information der Grundschuleltern
Im Oktober werden die Grundschulen im Einzugsbereich der Eichendorff – Realschule über das pädagogische Konzept der Schule informiert, indem informative Schreiben an die Schulleitungen gerichtet werden. Darüber hinaus erhalten die Erziehungsberechtigten der 4. Grundschulklassen ein Faltblatt mit den wesentlichen Elementen der Arbeit der Schule sowie Terminen über Informationsveranstaltungen über die Schule allgemein, über die Besonderheiten des bilingualen Zweiges sowie über einen Tag der offenen Tür.
Zur Orientierung von Eltern und Schülern findet Ende November bzw. Anfang Dezember der Tag der offenen Tür statt. Zu Beginn dieses Tages erläutert der Schulleiter Eltern und Schülerinnen und Schülern die erzieherische und unterrichtliche Arbeit durch Vorstellung
· der pädagogischen Grundrichtung und Ziele unserer Schule,
· der besonderen fachlichen Ausrichtung,
· des Sprachenangebots und der Sprachenfolge
· des Fachlehrersystems
· der außerunterrichtlichen Aktivitäten.
Die Besucher können an diesem Tag am Unterricht der Klassen 5 und 6 teilnehmen. Spezielle "Schnupperstunden" in Englisch, Deutsch, Mathematik, Biologie und Erdkunde geben einen ersten Eindruck von der Vermittlung dieser Fächer. Weitere Veranstaltungen vor allem in unseren Schwerpunktbereichen Kunst, Musik, Sport und den Naturwissenschaften, insbesondere im Bereich der Grundbildung Informatik sowie dem Neigungsschwerpunkt Informatik runden das Angebot ab. Es wird auch jeweils Unterricht in einer bilingualen Klasse demonstriert.
§ Harmonischer Übergang von der Grundschule zur Realschule
Der Arbeit in der Erprobungsstufe kommt eine besondere Bedeutung in der Eichendorff - Realschule zu. In der Erprobungsstufe werden die notwendigen Grundlagen für eine erfolgreiche Schullaufbahn an der Realschule gelegt.
· Gestaltung des Übergangs von der Grundschule zur Realschule
Da der Übergang von der Grundschule zur Realschule erfahrungsgemäß mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, erleichtern wir den Kindern den Einstieg in die Eichendorff - Realschule durch unterschiedliche Maßnahmen. Noch vor Beginn des 5. Schuljahres werden die neu aufgenommenen Kinder zum Knüpfen erster Kontakte an einem Samstag in ihre neue Schule eingeladen. Im Rahmen eines Kennenlerntages haben sie Gelegenheit, ihre neue Schule, ihren neuen Klassenraum, ihre neuen Klassenkameraden sowie ihre neuen Lehrerinnen und Lehrer kennen zu lernen. So wird den Schülerinnen und Schülern die Schulatmosphäre schon ein wenig vertraut, was ihre Erwartungsangst und Unsicherheit vor dem neuen Anfang deutlich verringert. Dazu trägt auch bei, dass den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 ein eigener Gebäudetrakt zur Verfügung steht, wodurch ein Gefühl der klassenübergreifenden Zugehörigkeit dieser beiden Jahrgangsstufen gefördert wird.
Bei der Klassenbildung versuchen wir, aus der Grundschulzeit bestehende Freundschaften zu berücksichtigen. Wir legen aber besonderen Wert darauf, dass alle Parallelklassen etwa gleich groß sind, das Verhältnis von Mädchen und Jungen sowie von deutschen Schülerinnen und Schülern und denen mit Deutsch als Zweitsprache ausgewogen ist.
Die ersten Tage des neuen Schuljahres haben Einführungscharakter. Die Gestaltung dieser Tage liegt in der Hand der Klassenlehrerinnen und –lehrer. Wir bemühen uns, die ersten zwei bis drei Stunden Unterricht in der ersten Schulwoche nur in die Hand der Klassenleitungen zu geben. In diesen Tagen können sich die Kinder an ihr neues Umfeld gewöhnen, sich mit ihren Klassenkameraden bei verschiedenen Aktivitäten anfreunden, Selbstsicherheit gewinnen, Ängste abbauen. Sie werden auf den Fachunterricht mit dem ungewohnten Lehrerwechsel vorbereitet.
Bei der Unterrichtsverteilung versuchen wir, den Lehrerwechsel so gering wie möglich zu halten, indem die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer, vor allem aber die Klassenlehrerinnen und -lehrer, in mindestens zwei Fächern, d.h. mit möglichst hoher Stundenzahl, eingesetzt werden.
In der pädagogischen und unterrichtlichen Arbeit knüpfen wir an die Arbeit in der Grundschule an. Dabei spielen aus der Grundschulzeit vertraute Formen des freien und projektorientierten Arbeitens an.
§ Förderung der Sozial- sowie der Selbstkompetenz
Der Intensivierung und Förderung des Sozialverhaltens (Erziehung zu Hilfsbereitschaft, Verantwortlichkeit, Toleranz) messen wir besondere Bedeutung bei. Diese Maßnahmen dienen dazu in besonderem Maße:
· Einübung von Gesprächskultur (zuhören, ausreden lassen).
· Einführung in die Mitverantwortung in der Schulgemeinschaft durch frühzeitige Einbindung in Klassenaufgaben und Teilnahme an der SV der Schule.
· Anleitung der Schülerinnen und Schüler, Konflikte gemeinsam aufzuarbeiten und Lösungen zu suchen (Mediation).
· Gemeinschaftsfördernde Maßnahmen wie gemeinsame Unternehmungen wie Ausflüge, Besuche von Ausstellungen, Theaterbesuche etc.
§ Kooperationsstunden
In regelmäßigen Kooperationsstunden, an denen alle Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie die Sozialpädagogin teilnehmen, werden außerhalb der regelmäßigen Erprobungsstufenkonferenzen vielfältige Erfahrungen ausgetauscht. In diesen Besprechungen werden Lern- und Arbeitstechniken abgesprochen, gemeinsame Projekte vor- und nachbereitet, Erziehungsschwierigkeiten erörtert. Diese Beratungen dienen dazu, die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu verfolgen und so ihre Stärken und Schwächen, ihre Fähigkeiten und Grenzen zu erkennen, um Übergangsprobleme zu beheben, Defizite auszugleichen und möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Auf dieser Grundlage werden die Eltern intensiv über die Schullaufbahn ihrer Kinder beraten.
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§ Allgemeine Beratung
Neben einzelnen Sprechstunden finden zweimal im Jahr Elternsprechtage statt, an denen die Lehrerinnen und Lehrer den Erziehungsberechtigten ausführlich Rede und Antwort stehen.
In besonderen Fällen werden außerschulische Einrichtungen in die Beratungstätigkeit einbezogen, in erster Linie das Jugendamt, aber auch die städtische Beratungsstelle für türkische Erziehungsberechtigte.
§ Sozialpädagogische Beratung
Beratungsarbeit in der Schule bedeutet Gespräche zu führen mit Schülerinnen und Schülern, in denen alle Fragen, Wünsche und Sorgen der Jugendlichen Thema sein können. Bei akuten Konflikten untereinander wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Mit Kolleginnen und Kollegen hat sich über lange Jahre ein Netz der Zusammenarbeit ergeben: Gemeinsam wird überlegt, wie Schülerinnen oder Schüler, die Schwierigkeiten haben, beim Lernen unterstützt werden können. Wenn nötig, werden auch Eltern zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Hier geht es um Beratung der Eltern in erzieherischen Fragen. Häufig werden anschließend Kontakte zu öffentlichen Dienst- bzw. Beratungsstellen und anderen unterstützenden Einrichtungen hergestellt.
§ Berufswahlorientierung in den Klassen 9 und 10
Die differenzierten Zugangsmöglichkeiten zu weiterführenden Schulen, insbesondere dem Berufskolleg und der gymnasialen Oberstufe sowie zu den unterschiedlichsten Berufsausbildungsgängen, erfordern für die Schülerinnen und Schüler eine rechtzeitige und umfassende Auseinandersetzung mit dem Themenfeld der Berufswahlorientierung.
Die Berufswahlorientierung an der Eichendorff-Realschule umfasst eine duale, aber miteinander verzahnte Vorbereitung im Sinne des Lernens am schulischen Lernort und im Rahmen von GÖS (Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule speziell zur Wirtschaftswelt) am außerschulischen Lernort. Das Konzept beinhaltet eine Zusammenarbeit von Berufsberatung, Betrieben und weiterführenden Schulen. Zielsetzung ist,
· dass die Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen Berufs- und Lebensweg erkennen,
· Handlungs- und Entscheidungskompetenz erwerben,
· Strategien zur Gestaltung der beruflichen Entwicklung erarbeiten.
Traditionsgemäß obliegt die Begleitung des Prozesses der Berufswahlfindung den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern, im Rahmen von Projektunterricht und ggf. in Personalunion mit dem Fachunterricht in Politik werden Fragen zur Berufswahl erörtert. Im Detail umfasst das Konzept der Berufsfindung differenzierte Bausteine.
Baustein - Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit:
· Informationsveranstaltung der Berufsberatung zur Einführung in die Thematik "Interessen erkennen - Berufe erkunden",
· Durchführung eines Projekttages mit dem Ziel der individuellen beruflichen Interessensfindung zur Vorbereitung des BIZ-Besuches durch die Klassenleitung,
· Unterrichtsveranstaltung im Informationszentrum der örtlichen Bundesagentur für Arbeit zur Nutzung der Medien zur individuellen Berufswahl.
Baustein - Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen und weiterführenden Schulen:
· Kooperation mit der Dachdecker - Innung Köln,
· Besuch von Ausbildungsmessen mit der Teilnahme an Workshops,
· Besuch der Ausstellung zur Berufsfindung "Wege zu Beruf und Studium" in der Bundesagentur für Arbeit,
· Vorbereitung und Durchführung des dreiwöchigen Schülerbetriebspraktikums mit Praktikumsbesuchen durch die Klassenleitung,
· Projekttage (3) zur Berufswahlorientierung mit Informationsveranstaltungen von Firmen und weiterführenden Schulen, Assessment – Center - Training, diverse Bewerbungstrainings, Betriebsbesichtigungen.
Während des Schülerbetriebspraktikums sammeln die Schülerinnen und Schüler in den zum Teil von ihnen selbst ausgesuchten Betrieben und Institutionen Erfahrungen mit der Arbeitswelt und können ihre diesbezüglichen Erwartungen überprüfen. Bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz können die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf auf eine schuleigenen Praktikumskartei zurückgreifen
Im Rahmen des fachübergreifenden Lernens wird im Fach Deutsch die Thematik "Erfolgreich bewerben" besprochen. Die in Eigeninitiative gesuchten Praktikumsplätze setzen häufig eine formell angemessene oder auch formlose Bewerbung voraus. Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler werden gefördert. Sie werden während des Praktikums durch ihre Klassenlehrer / innen und - lehrer betreut und halten ihre Praktikumserfahrungen mit der Erarbeitung eines Berichtsheftes fest. Die Praktikumsteilnahme wird in einer Zeugnisbemerkung bestätigt.
Zum Abschluss des Schuljahres finden in der Klasse 9 drei Projekttage statt mit der Zielsetzung, selbstverantwortliche Entscheidungen der Schülerinnen und Schüler für den Übergang in das Erwerbsleben vorzubereiten. Das dreitägige Programm beinhaltet die Erwerbung praxisbezogener Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt, die Durchführung von Trainingsprogrammen zur Bewerbung und Firmenbesichtigungen, hierzu stehen Vertreter von Gymnasien, Berufskollegs und namhafter Firmen zur Verfügung.
Die Schüler / innen können im Rahmen von Vorgaben ihr individuelles, interessenbezogenes Programm selbst zusammenstellen, der Teilnahmenachweis erfolgt über einen Laufzettel.
· 1. Projekttag - mindesten fünf Veranstaltungen müssen besucht werden, davon zwei schulische und drei betriebliche Informationsangebote.
· 2. Projekttag - ein dreistündiges Assessment – Center -Training und ein weiteres Bewerbungstraining müssen absolviert werden.
· 3. Projekttag - Teilnahme an einer Betriebsbesichtigung nach eigner Wahl ist verpflichtend.
Eine effektive Berufswahlorientierung setzt ein fächerübergreifendes Vorbereiten voraus. Im Fachunterricht der Klasse 9 werden fachspezifische Themen und Aspekte besonders behandelt.
Deutsch
· Anfertigung eines Lebenslaufes
· Schreiben einer Bewerbung
Mathematik
· Wiederholung grundlegender Rechenfertigkeiten
Englisch
· Schreiben eines Lebenslaufes auf Englisch
· Anfertigung einer Bewerbung auf Englisch
Politik
· Lebenseinstellungen Jugendlicher
· Jugendliche und Berufswahl "Wie plane ich meine Zukunft?"
Sozialwissenschaften
· Wirtschaftskreislauf
· Arbeitsmarkt
· Zukunftsorientierung bestimmter Berufsgruppen
· Berufe für Mädchen
Das Konzept der Klasse 9 zur Berufswahlorientierung erfährt in der 10. Klasse die Fortführung:
· Beratungstage der Bundesagentur für Arbeit in Form von Einzelberatungsgesprächen,
· Individuell differenzierte Teilnahme an Kompetenzchecks,
· Besuche von Ausbildungsmessen und Teilnahme an Bewerbungstrainings,
· Vorbereitung auf Einstellungstests.
Insgesamt gesehen ist das Konzept der Berufswahlorientierung ein wesentliches Element des Schulprogramms der Eichendorff – Realschule, dessen Bedeutung immer wieder durch entsprechende Rückmeldung der Schüler / innen bestätigt wird.
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Schulleben und Schulkultur
Zu den wesentlichen Merkmalen schulischer Bildungs- und Erziehungsarbeit gehören eine Reihe von Aktivitäten, die zum einen fester Bestandteil des Unterrichts sind, zum anderen das Schulleben darüber hinaus bereichern und beleben sollen. Dazu gehören insbesondere
§ Unterrichtsgänge und Exkursionen
Unterrichtsgänge und Exkursionen werden als bereichernde Ergänzung zum Unterricht grundsätzlich als sinnvoll und wünschenswert betrachtet und werden deshalb auch regelmäßig von den Lehrerinnen und Lehrern unternommen. Zu den herausragenden Aktivitäten gehören u. a. Besuche
· der Freiluga im Rahmen des Biologieunterrichts
· des Kölner Zoos im Rahmen des Biologieunterrichts
· der verschiedenen Museen der Stadt Köln als fester Bestandteil des Fachunterrichts, insbesondere Unterrichtsgänge ins Römisch – Germanische Museum im Geschichtsunterricht, ins Museum Ludwig im Kunstunterricht
· EL - DE Haus/ NS Dokumentationszentrum
· in der Stadtteilbibliothek im Rahmen des Deutschunterrichts insbesondere in der Erprobungsstufe
§ Klassenfahrten
Klassenfahrten bilden einen Kern der pädagogischen Arbeit der Eichendorff – Realschule. Die Fahrten finden nach der jeweiligen Situation der einzelnen Klasse statt. In den bilingualen Klassen führen sie in erster Linie nach Großbritannien.
§ Chor, Instrumentalkreis und Tanz
Neben dem Musikunterricht haben sich Angebote wie der Chor, der Instrumentalkreis und eine Tanzgruppe als freiwillige Arbeitsgemeinschaften manifestiert. Bei besonderen Anlässen wie z. B. dem Tag der offenen Tür, der Abschlussfeier der 10. Klassen, Schulfesten, dem Kennenlerntag vor den Sommerferien oder karnevalistischen Feiern zeigen die Schülerinnen und Schüler ihr Können einer breiteren Schulöffentlichkeit.
§ Schülertheater
Aufgrund der im Kollegium vorhandenen Bereitschaft und Kompetenz spielt deutsch- und englischsprachiges Schülertheater eine wachsende Rolle in der Eichendorff – Realschule.
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Erziehung in der Schule
Erziehender Unterricht spielt eine wachsende Rolle angesichts zunehmend ungleicher Lernvoraussetzungen und insbesondere ungleicher häuslicher Erziehungserfahrungen und Wertvorstellungen. Darüber hinaus entziehen sich immer mehr Erziehungsberechtigte ihrer pädagogischen Verantwortung gegenüber ihren Kindern, so dass auf die Schule eine wachsende Belastung zukommt, auf das Lern- und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler so einzuwirken, dass ein erfolgreicher Fachunterricht ermöglicht wird.
Wachsende Gewaltbereitschaft und zunehmende verbale und körperliche Gewalt erfordern ein geschlossenes und konsequentes Handeln des gesamten Lehrerkollegiums, die Schülerinnen und Schüler zu toleranten, rücksichtsvollen und vorurteilsfreien jungen Menschen zu erziehen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die Eichendorff – Realschule ein Bündel von erzieherischen Maßnahmen, von denen hier einige wichtige aufgeführt werden.
§ „Wir respektieren uns gegenseitig – gleich welcher Herkunft oder Abstammung“
Da es in einer Schule wie der Eichendorff – Realschule mit einem Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund von etwa 40 % selbstverständlich ist, rücksichtsvoll und ohne Vorurteile miteinander umzugehen, ist es seit vielen Jahren selbstverständlich, dass alle am Schulleben Beteiligten besonders darauf bedacht sind, keine Fremdenfeindlichkeit aufkommen zu lassen. Das bedeutet, dass es integrativer Bestandteil der pädagogischen Alltagsarbeit und gemeinsamer Konsens aller ist, dass alle Schüler / innen in ihrer eigenen kulturellen Identität respektiert werden.
Nicht nur das große Engagement aller Lehrkräfte sowie das des nicht – lehrenden Personals tragen zu einem Miteinander bei, sondern es ist selbstverständlich, dass Schüler / innen mit Migrationshintergrund sowie deren Erziehungsberechtigte selbstverständlich in allen schulischen Mitwirkungsgremien entsprechend repräsentiert sind und mitarbeiten.
§ Gegen Gewalt unter Jungen und Mädchen der Erprobungsstufe
In der Erprobungsstufe werden einzelne Projekttage gegen Gewalt durchgeführt, indem die beteiligten Mädchen und Jungen auf altersgemäße und spielerische Weise Verhaltensmuster kennen lernen, die sie befähigen sollen, ohne körperliche und verbale Gewalt miteinander umzugehen.
Diese Projekttage werden in enger Zusammenarbeit mit entsprechend ausgebildeten Vertretern der örtlichen Polizei (Kommissariat Gewaltprävention) durchgeführt. Dieses Angebot wird von Fall zu Fall in die jeweilige erzieherische Arbeit der Erprobungsstufe integriert.
§ Hausordnung
Im Schuljahr 2000 / 2001 ist eine neue Hausordnung erarbeitet worden, die im Schuljahr 2001 / 2002 in der Schulkonferenz verabschiedet worden ist. Sie ist entstanden vor dem Hintergrund, dass sich alle Lehrenden der Eichendorff – Realschule gemeinsam darauf verständigen, wie sie in Konfliktsituation auf bestimmtes Fehlverhalten der Schülerinnen und Schüler reagieren. Im Folgenden ist diese Hausordnung wiedergegeben.
Jeder hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet, behindert oder belästigt wird.
I Aus rechtlichen Gründen:
· muss das Schul - und Arbeitsmaterial stets mitgebracht werden.
· müssen Hausaufgaben angefertigt werden.
· darf das Schulgelände während der Unterrichtszeit nicht verlassen werden.
· ist das Rauchen auf dem Schulgelände verboten.
Ein gutes Schulklima erfordert Rücksichtnahme, Respekt und Achtung vor der Person und dem Eigentum des Anderen.
II Damit sich alle in der Schule wohl fühlen,
· darf niemand beschimpft, bedroht oder erpresst werden.
· darf niemand körperliche Gewalt anwenden.
· darf niemand sich am Eigentum des Anderen vergreifen.
· halten wir Klassenräume, Flure, Treppenhäuser und Schulhöfe frei von Müll.
· halten wir die Toiletten sauber und benutzen sie nicht als Aufenthaltsräume.
· tragen wir saubere, zivile und dem Unterricht angemessene Kleidung.
III Damit alle ungestört lernen können,
· erscheinen Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler pünktlich zum Unterricht.
· rufen wir nicht in die Klasse und lassen andere ausreden.
· darf niemand während des Unterrichts essen, trinken oder Kaugummi kauen.
· halten wir uns in den Fünf – Minuten - Pausen ruhig im Klassenraum auf. Nur mit Erlaubnis einer Lehrerin oder eines Lehrers darf die Toilette aufgesucht werden.
· darf niemand im Gebäude rennen, schreien und Ball spielen.
· dürfen die Schüler sich während der Unterrichtszeit nicht auf den Schulhöfen aufhalten.
· darf in den großen Pausen auf dem Hof 1 Fußball (keine Leder - und keine Tennisbälle) und auf dem Hof 3 Basketball gespielt werden.
IV Zur Vermeidung von Diebstählen und aus Sicherheitsgründen dürfen nicht mitgebracht werden:
Kickboards, Scooters, Skateboards, Inline - Skates, Walkmans, Discmans, MP3 -Geräte und Sammelkarten.
Handys müssen während der Unterrichtszeit abgeschaltet sein.
§ Zusammenarbeit mit der Polizei Köln
· Gewaltprävention
Üblicherweise werden speziell geschulte Kriminalbeamte in den Unterricht der Klassen 5 und 6 eingeladen, um mit den Schülerinnen und Schülern über Gewalt, Vorbeugung von Gewalt zu sprechen und im Rahmen von handlungsorientierten Aktivitäten Gewaltvermeidungsstrategien kennen zu lernen und auszuprobieren.
· Staatsschutz
Aufgrund der hohen Zahl muslimischer Schüler / innen an der Eichendorff - Realschule setzt sich das Kollegium u. a. mit dem Problem des islamistischen Terrorismus auseinander. Vertreterinnen der Kölner Kriminalpolizei, Abteilung Staatsschutz, haben das Kollegium umfassend über den Islam als Religion und den Missbrauch dieser Religion zu politischen Zwecken (Islamismus) informiert.
· Drogenprävention
Die Experten der Kölner Kriminalpolizei werden immer wieder eingeladen, um das Kollegium über Fragen der Vorbeugung und des Missbrauchs legaler als auch illegaler Drogen zu informieren.
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Qualitätssicherung und -entwicklung
§ Qualitätssicherung durch den bilingualen Zweig
Durch den Unterricht im bilingualen Zweig ist in den vergangenen Jahren die Qualität des Unterrichts insgesamt gestiegen. Da in den bilingualen Klassen der intensivere Englischunterricht zu besseren sprachlichen Leistungen sowohl in der Rezeption als auch der Sprachproduktion führt, der Fachunterricht in Erdkunde, Geschichte und Politik auf Englisch erteilt wird, nimmt die Qualität des Unterrichts und seiner Ergebnisse zu. Gleichzeitig hat sich aber auch gezeigt, dass die Lernleistung in den bilingualen Klassen in anderen Fächern gewachsen ist, was sich insgesamt auf die sprachlichen, aber auch methodischen Leistungen auswirkt. Schülerinnen und Schüler, die in starkem Maße mit komplexen Texten und Strukturen umgehen müssen, übertragen die im bilingualen Unterricht erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch auf den Unterricht in anderen Fächern. Das methodische Wissen hat zugenommen, da es eines bewussten Methodentrainings bedarf, wenn fachspezifische Arbeitsmittel wie z. B. Diagramme, Schaubilder, Karten, Tabellen etc. in der Fremdsprache Englisch versprachlicht werden müssen. Dieses Bewusstsein wird sowohl von Seiten der im englischsprachigen Sachfachunterricht unterrichtenden Lehrkräfte als auch von Seiten der Schülerinnen und Schüler auf andere Fächer wie z. B. Biologie, Sozialwissenschaften etc. übertragen.
Bei den im Schuljahr 2004 / 2005 erstmals durchgeführten Lernstandserhebungen ist die Sinnhaftigkeit dieses besonderen schulischen Profils deutlich bestätigt worden. Die Auswertung der Ergebnisse für die bilinguale Klasse 9d zeigen sehr eindeutig die Leistungsstärke dieser Schüler / innen im Fach Englisch. Die Leistungen im Lesen übertreffen den Landesdurchschnitt aller Realschulen in erheblichem Maße. Haben im Landesdurchschnitt 6 % aller Realschüler / innen die Niveaustufe 5 erreicht, liegt dieser Wert in der bilingualen Klasse der Eichendorff – Realschule bei 15 %. Der Landesdurchschnitt für die Niveaustufe 4 liegt im Landesdurchschnitt bei 23 %, in der bilingualen Klasse bei 40%! Weitere Einzelheiten sind dem Schaubild zu entnehmen.
Auch beim Schreiben, das als zweite Kompetenz in den Lernstandserhebungen überprüft worden ist, zeigt sich die Leistungsstärke der Schüler / innen der bilingualen Klasse 9d. Einzelheiten sind in dieser Tabelle dargestellt:
|
Bereich III: Grammatik |
+ |
+/- |
- |
? |
|
a) vollständige Sätze |
80 % / 34 % |
20 % / 50 % |
0 % / 12 % |
0 % / 4 % |
|
b) Regeln der Wortstellung |
40 % / 19 % |
45 % / 39 % |
15 % / 38 % |
0 % / 4 % |
|
c) Einsatz von adverbial phrases |
50 % / 12 % |
50 % / 63 % |
0 % / 21 % |
0 % / 4 % |
|
d) Verwendung komplexer Sätze |
25 % / 6 % |
55 % / 42 % |
20 % / 48 % |
0 % / 4 % |
|
e) Abwechslung Satzbauschemata |
45 % / 12 % |
35 % / 43 % |
20 % / 40 % |
0 % / 5 % |
|
f) Verbformen regelgerecht |
60 % / 24 % |
40 % / 40 % |
0 % / 32 % |
0 % / 4 % |
|
g) Zeitformen regelgerecht |
30 % / 7 % |
50 % / 13 % |
5 % / 13 % |
15 % / 67 % |
|
Bereich IV: Lexik und Orthographie |
+ |
+/- |
- |
? |
|
a) Sachverhalte treffend |
55 % / 17 % |
40 % / 51 % |
5 % / 27 % |
0 % / 5 % |
|
b) Vermeidung von Wortwiederholungen |
40 % / 10 % |
30 % / 30 % |
30 % / 47 % |
0 % / 13 % |
|
c) Umschreibungen |
55 % / 9 % |
15 % / 4 % |
0 % / 9 % |
30 % / 77 % |
|
d) geläufige Wörter korrekt |
50 % / 27 % |
30 % / 44 % |
20 % / 24 % |
0 % / 5 % |
|
e) weniger geläufige Wörter korrekt |
20 % / 4 % |
5 % / 1 % |
0 % / 2 % |
75 % / 93 % |
|
Bereich V und VI: Kommunikative Gestaltung |
+ |
+/- |
- |
? |
|
a) Merkmale d. Textsorte / Sprachfunktion |
55 % / 43 % |
25 % / 24 % |
20 % / 29 % |
0 % / 4 % |
|
b) notwendige Informationen / Hintergrund |
70 % / 28 % |
25 % / 45 % |
5 % / 23 % |
0 % / 5 % |
|
c) Gedanken- bzw. Aussageabsichten |
70 % / 20 % |
20 % / 48 % |
10 % / 27 % |
0 % / 5 % |
|
d) Verknüpfung folgender Sätze |
55 % / 16 % |
40 % / 53 % |
5 % / 25 % |
0 % / 6 % |
[+ in hohem Maße | +/- teilweise | - nicht | ? nicht einschätzbar]
§ Lernstandserhebungen
Im Schuljahr 2004 / 2005 haben die 9. Klassen der Eichendorff – Realschule erstmals an den landesweit neu eingeführten Lernstandserhebungen teilgenommen. Wie diese Lernstandserhebungen in der Eichendorff – Realschule umgesetzt und welche Konsequenzen bislang daraus gezogen worden sind, ist dem Bericht an die Schulaufsicht im Einzelnen zu entnehmen:
· Bericht an die Schulaufsicht
1. Vorbereitung und Durchführung der Lernstandserhebungen in der Schule
1.1 Die Lernstandserhebungen wurden
( x ) an den zentralen Terminen durchgeführt ( ) an späteren Terminen durchgeführt
1.2 Durch wen erfolgte die Koordination der Vorbereitung?
( x ) Mitglied der Schulleitung ( ) Beauftragte/r Fachlehrer /in ( ) andere: __________________
1.3 Wie erfolgte die Information über die Lernstandserhebungen in der Schule im Vorfeld der Durchführung (Verfahren)?
Information des Kollegiums
In Lehrer- und Fachkonferenzen
In Klassengesprächen und einer Jahrgangsstufenversammlung
Information der Eltern
Während Klassen- und Schulpflegschaftsveranstaltungen
1.4 Welche Reaktionen gab es auf Seiten der Schülerinnen und Schüler sowie Eltern während der Durchführung (bspw. Motivation der Schüler, Akzeptanz bei den Eltern)
Skepsis, Gleichgültigkeit prägten das Elternverhalten.
1.5 Durch wen erfolgte die Auswertung der Schülerarbeiten?
|
|
Deutsch |
Mathematik |
Englisch (Kl. 9) |
|
Nur durch die jeweilige Fachlehrkraft der Klasse/ Lerngruppen |
( ) |
( ) |
( ) |
|
Gemeinsame Auswertung in der Fachgruppe |
(x ) |
( x ) |
( x ) |
|
Beteiligung weiterer Lehrkräfte |
( ) |
( ) |
( ) |
1.6 Welche besonderen Probleme und Schwierigkeiten traten auf?
bei der Vorbereitung der Lernstandserhebungen
Es gab keine Probleme, wenn man davon absieht, dass die Schulen sehr lange im Dunkeln gehalten wurden.
bei der Durchführung
Es hat sich bedauerlicherweise gezeigt, dass die vorgegebenen Zeitvolumina und die Aufgabenstellung zum Teil sehr realitätsfremd waren.
bei der Auswertung
Die Komplexität und zeitliche Dauer der Einschätzung der Schülerergebnisse standen in einem Missverhältnis zum Ergebnis. Mehr Transparenz für die Art der Bewertung wäre insgesamt hilfreicher gewesen.
2. Zuordnung zum Standorttyp (nur Klasse 9)
2.1 Welcher Standorttyp wurde für die Vergleiche herangezogen?
Standorttyp 1 (großstädtisch; überwiegend bildungsferne Erziehungsberechtigte)
2.2 Gab es Unsicherheiten im Hinblick auf die Zuordnung zum Standorttyp?
Es gab keine Probleme bei der Zuordnung, gleichwohl wird diese Zuordnung nur grob dem vorgeschlagenen Standorttyp gerecht, da der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in der Jahrgangsstufe 9 etwa 34 % beträgt. Darüber hinaus ist die zum Teil große Bildungsferne der Erziehungsberechtigten an einem Standort in einem sozialen Brennpunkt kaum messbar, wirkt sich aber durchaus auf die zum Teil negative Einstellung der Lernenden bezüglich Leistungsbereitschaft sehr ungünstig aus.
3. Zusammenfassung der Schulergebnisse im fachübergreifenden Vergleich
Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen haben mit den Erwartungen sowie dem bislang üblichen Lern- und Leistungsverhalten im Wesentlichen übereingestimmt. Es ist bestätigt worden, dass aufgrund der Zusammensetzung der Schülerschaft der Jahrgangsstufe 9 die sprachlichen Leistungen, insbesondere im Fach Deutsch, eher im unteren Bereich angesiedelt sind. Auf der anderen Seite ist bestätigt worden, dass die spezifische Förderung leistungsbereiter Mädchen und Jungen im bilingualen Zwei durchaus sehr positive, weit über dem Landesdurchschnitt liegende Ergebnisse zeitigt. Die Ergebnisse im Fach Mathematik haben gezeigt, dass die Leistungen in diesem Fach am ehesten im Rahmen der landesdurchschnittlichen Leitungen liegen. Insgesamt haben die Ergebnisse der Lernstandserhebungen wenig Neues erbracht. Aufgrund der zwar sehr differenzierten, aber wenig auf den konkreten Unterricht übertragbaren Rückmeldungen ist es insgesamt bedauerlich, dass der enorme Aufwand und Einsatz aller Beteiligten kaum klare Förderempfehlungen zulässt.
4. Bewertung der Ergebnisse in den Fächern und vereinbarte Konsequenzen
Im Folgenden erscheinen die drei fachbezogenen Rückmeldungen.
4.1 Fach Deutsch
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Stärken und Schwächen bei den Ergebnissen |
Mögliche Ursachen |
(bisher) vereinbarte Konsequenzen |
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a) bezogen auf die fachlichen Anforderungen der Aufgaben · Für die Schüler waren die Aufgabentypen zum großen Teil nicht geläufig. Auch das auf dem Markt zur Verfügung stehende Material zur Vorbereitung auf die Lernstandserhebung war nicht hilfreich, da das Anspruchsniveau nicht dem der LSE entsprach und die meisten Aufgabentypen zudem völlig andere waren als in dem Übungsmaterial. · Das teilweise nicht zufrieden stellende Ergebnis im Bereich „Umgang mit Texten“ liegt in dem viel zu eng gesetzten Zeitrahmen begründet. Die Schüler waren aus Zeitgründen nicht in der Lage, alle Aufgaben zu bearbeiten. · Im Bereich „Schreiben“ zeigten die Schüler Schwächen im Verständnisbereich.
· Die Auswertung im Bereich „Rechtschreiben“ sagt in keiner Weise etwas über die tatsächliche Rechtschreibleistung aus, da viele Schüler aus Zeitmangel (s.o.) nicht zu diesen Aufgaben kamen. |
Die Aufgabentypen unterscheiden sich deutlich von denen, die den Schülern durch Lehrbücher, Parallelarbeiten usw. bekannt sind. . Die Schüler / innen hatten z. T. Nachteile dadurch, dass sie im Deutschunterricht angehalten werden, in vollständigen Sätzen zusammenhängend zu formulieren. Sie vergaben hier wertvolle Zeit durch ausführliche Antworten, wo auch Stichworte oder unvollständige Sätze gereicht hätten. Bei den vorgegebenen Lösungsstufen wurde die soziokulturelle Komponente nicht beachtet. Die in dem zu bearbeitenden Text beschriebenen Konflikte lagen außerhalb des Erfahrungshorizontes der Schüler. Vermutlich wurden deshalb die Aufgaben zu oberflächlich bearbeitet.
Zeitfaktor |
In Zukunft sollen die Schüler mit den in der LSE angewandten Aufgabentypen vertraut gemacht werden. Dies geschieht bereits jetzt. Die Schüler / innen sollen zukünftig angehalten werden, die Aufgabenstellungen noch genauer zu lesen und dann zu entscheiden, in welcher Form sie bearbeitet werden können.
Um wertvolle Zeit zu sparen, soll die Leseförderung, die auch jetzt schon einen großen Stellenwert hat, weiter ausgebaut werden. Zudem soll die Lesegeschwindigkeit ab Klasse 5 durch spezielle Übungen trainiert werden. |
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b) im schulinternen Vergleich (parallele Klassen) · Der Vergleich der Ergebnisse aus den Parallelklassen ergab keine großen Unterschiede in Bezug auf Stärken und Schwächen der Schüler. |
s. o. |
Eine Konsequenz aus der LSE sollte sein, dass alle Klassen 5 und 6 durchgängig 5 Wochenstunden Deutsch erhalten. Außerdem wäre es dringend nötig, dass zumindest in der Unterstufe, besser jedoch noch in allen anderen Stufen Deutsch-Förderunterricht erteilt wird. |
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c) im schulübergreifenden Vergleich (Kontextgruppe) Der Vergleich mit der Kontextgruppe (Standorttyp 1) zeigt, dass unsere Schüler in etwa vergleichbar abgeschnitten haben. |
Das stellenweise schlechtere Abschneiden ist wahrscheinlich in dem höheren Migrationshintergrund von über 30 % in der Klassenstufe 9 begründet. |
Die Förderung der ausländischen Schüler sollen weiter ausgebaut werden. Dies soll besonders in Hinblick auf die in der LSE entsprechend den neuen Kernlehrplänen geforderten Kompetenzen erfolgen. |
4.2 Fach Mathematik
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Stärken und Schwächen bei den Ergebnissen |
Mögliche Ursachen |
(bisher) vereinbarte Konsequenzen |
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d) bezogen auf die fachlichen Anforderungen der Aufgaben · Die Aufgaben beziehen sich auf die fachlichen und methodischen Kompetenzen, die bis zur Klasse 9 erworben werden sollten. Die Art der Aufgabenstellung war für viele Schüler jedoch sehr ungewohnt. Sie entspricht oftmals nicht den Aufgabentypen aus Klassen- und Parallelarbeiten. · Es besteht eine Diskrepanz zwischen den Aufgabentypen der Lernstandserhebung und den Anforderungen z.B. von Einstellungstest der Wirtschaft. |
Lehrbücher und Arbeitsblätter bieten oft nur die Möglichkeit, Probleme von einem begrenzten Standpunkt aus zu betrachten. Von Betrieben werden sehr umfangreiche Kompetenzen gewünscht, die aber im Gegensatz zur LSE in Einstellungstests nur sehr punktuell abgefragt werden. Die Art und Weise, wie Einstellungstests durchgeführt werden, muss in den Unterricht einfließen. |
Im Rahmen der Fachkonferenz soll ein Aufgabenkatalog erstellt werden, der zunehmend offene Aufgabenstellungen beinhaltet, so dass methodische Kompetenzen stärker integriert und wenn möglich mehrere fachliche Bereich bearbeitet werden können. |
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e) im schulinternen Vergleich (parallele Klassen) · Bis auf eine Klasse lagen alle anderen Klassen im Bereich Stochastik unter den Schnitt der Jahrgangsstufe. · Bei einem Teil der Schüler zeigt sich, dass grundlegende Methoden und Kompetenzen nur unzureichend vorhanden sind und dass die Fähigkeit zur Abstraktion nur sehr eingeschränkt möglich ist.
· Ein Teil der Schüler hat die Lernstandserhebung nicht ernst genommen, so dass ihre Ergebnisse unter ihren Fähigkeiten lagen. |
Der Bereich der Stochastik wird von einigen Lehrkräften nachrangig unterrichtet, da im Schulalltag grundlegende Techniken und Methoden oftmals wiederholt werden müssen. Dies führt zu einem Zeitmangel, den die Lehrkraft durch eigene Schwerpunktsetzungen kompensieren muss. Dies geschieht zu oft auf Kosten der Stochastik. Schüler lernen und üben z. T. nur sehr kurzfristig und punktuell. Dies zeigt sich u. a. auch darin, dass Kompetenzen, die zeitnah zur LSE erworben wurden, in der LSE besser angewendet werden konnten. Außerdem haben Schüler mit einem geringen Textverständnis zwangsläufig Probleme mit der Lösung der Aufgaben gehabt. Die Lernstanderhebung geht nicht in die Notengebung ein. Es ist nur ein geringer Anreiz für die Schüler, über ihren aktuellen Lernstand aufgeklärt zu werden, insbesondere, da die aktuelle Klasse 9 nicht an zentralen Abschlussprüfungen teilnehmen muss. |
Wünschenswert wären durchgängig fünf Stunden Mathematikunterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6, damit grundlegende Kompetenzen in einem hohen Maße gefestigt werden können. Den Schülern müssen zukünftig Aufgaben gestellt werden, die eine Vielzahl von Kompetenzen beinhalten, so dass eine fachimmanente Wiederholung möglich ist. Um aktuelle Defizite aufzuarbeiten, erhalten (entsprechend der Kapazitäten der Schule) Schüler mit einem geringen Kompetenzniveau bereits zusätzlichen Förderunterricht. |
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f) im schulübergreifenden Vergleich (Kontextgruppe) · In fast allen Klassen konnte ein mit dem Standorttyp 1 und der Schulform insgesamt vergleichbares Niveau erreicht werden. |
Im alltäglichen Unterricht werden die Lehrpläne des Faches Mathematik von allen Fachkollegen umgesetzt, so dass auch bei einem Migrationshintergrund von über 30 % in der Klassenstufe 9 ein vergleichbares Niveau erreicht wurde.
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Das Fachkollegium wurde in seiner Arbeit bestätigt. Es wurde aber auch deutlich, dass die methodische Vielfalt erweitert werden muss und fachlich veränderte Aufgabenstellungen entwickelt werden müssen. |
4.3 Fach Englisch
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Stärken und Schwächen bei den Ergebnissen |
Mögliche Ursachen |
(bisher) vereinbarte Konsequenzen |
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g) bezogen auf die fachlichen Anforderungen der Aufgaben · Die Aufgaben beziehen sich auf die fachlichen und methodischen Kompetenzen, die bis zur Klasse 9 erworben werden sollten. Die besondere Art der Aufgabenstellung wie insbesondere multiple choice questions war für die Schüler unbekannt. Diese Aufgabentypen stehen zu den bisher geforderten Formen der Leistungsüberprüfung in totalem Gegensatz. Hier sei vor allem an die Musteraufgaben für die Durchführung der Parallelarbeiten erinnert. |
Da sich die Lehrwerke, die den bisherigen Richtlinien und Lehrplänen entsprechen (müssen), auch nicht auf die Aufgabentypen eingehen, die im Rahmen der Lernstandserhebungen gefordert waren, fehlte sowohl Lehrern als auch insbesondere Schülern entsprechende Übung. Es sei hier angemerkt, dass es höchst fragwürdig ist, im normalen Unterricht Schreibprozesse in Gang zu setzen und dabei Wert zu legen auf vorbereitende Strukturierungsmaßnahmen (networks, mind maps, etc.), wenn bei den Lernstandserhebungen nicht einmal zusätzliches Papier verwendet werden durfte, um Schreibvorbereitungen zu treffen, sondern die Schüler unmittelbar mit dem Schreiben freier Texte beginnen mussten. |
Zukünftig werden solche Arbeits- und Übungsformen verstärkt in den Blickwinkel genommen, die internationalen Überprüfungsformen entsprechen, z.B. PET. Darüber hinaus wird verstärktes Üben von Textproduktion zu verschiedenen Themenbereichen in den Vordergrund gerückt. |
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h) im schulinternen Vergleich (parallele Klassen) · Vier der fünf Parallelklassen liegen in etwa auf gleicher Höhe. Es ist sehr positiv auffällig und entsprach allerdings auch den Erwartungen, dass die bilinguale Klasse im Bereich des Lesens deutlicher besser abgeschnitten hat als die Jahrgansstufe. · Bei einem Teil der Schüler zeigt sich, dass grundlegende Methoden und Kompetenzen nur unzureichend vorhanden sind.
· Ein Teil der Schüler hat offenbar die Lernstandserhebung nicht ernst genommen, so dass ihre Ergebnisse unter ihren Fähigkeiten lagen. |
Kleine Unterschiede zwischen einzelnen Klassen lassen sich nicht immer eindeutig erkennen. Sie hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab wie z.B. Zusammensetzung der Klassen, mögliche Unterrichtsausfälle im Laufe der Schulzeit, Leistungsbereitschaft einzelner Schüler / innen etc. Da die Ergebnisse der Lernstanderhebungen nicht in die Leistungsbewertung eingehen, besteht bei einem Teil der Schüler offensichtlich nur ein geringer Anreiz für die Schüler, über ihren aktuellen Lernstand aufgeklärt zu werden, insbesondere, da die aktuelle Klasse 9 nicht an zentralen Abschlussprüfungen teilnehmen muss. |
Um die Schüler künftig zielgerichteter auf die Anforderungen der Lernstandserhebungen vorzubereiten, werden Ergänzungsstunden für leistungsschwächere Schüler eingerichtet. Es werden in besonderem Maße Aufgaben zur Textproduktion in den Mittelpunkt gerückt werden, allerdings unter Beachtung üblicher methodischer Vorgehensweisen. |
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i) im schulübergreifenden Vergleich (Kontextgruppe)
· In fast allen Klassen konnte ein mit dem Standorttyp 1 und der Schulform insgesamt vergleichbares Niveau erreicht werden. Die Ergebnisse der bilingualen Klassen überragen beim Lesen die der Schulform Realschule in erheblichem Maße. |
Im alltäglichen Unterricht wird der Lehrplan für das Fach Englisch von allen Fachlehrkräften umgesetzt, so dass auch bei einem Migrationshintergrund von über 30 % in der Klassenstufe 9 ein vergleichbares Niveau erreicht wurde. |
Die Lehrkräfte im Fach Englisch sind im Wesentlichen in ihrer Arbeit bestätigt worden, wenngleich sie ihre Arbeitsweise künftig sehr stark auf das spezifische Anforderungsprofil der Lernstandserhebungen ausrichten werden. |
4.4 Welche weiteren Konsequenzen sind Gegenstand der schulischen Planung? (bspw. Vorhaben im Rahmen der Schulprogrammarbeit oder der internen Evaluation, Maßnahmen zur schulinternen Fortbildung)
Aufgrund der Lehrer- und Stundenplansituation war es im ablaufenden Schuljahr nur noch möglich, in zwei Klassen den Englischunterricht jeweils um 1 Wochenstunde zu erhöhen sowie für Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe, die im Fach Mathematik nur das Niveau 2 und 3 erreicht hatten, mehrere Förderstunden anzubieten. Darüber hinaus haben die beteiligten Lehrkräfte in allen drei Fächern die Aufgaben insgesamt noch einmal intensiv bearbeitet und anschließend vergleichbare Aufgabenstellungen im Unterricht berücksichtig.
Im Schuljahr 2005 / 2006 werden die Klassen 8 und 9 vor allem im Fach Deutsch zusätzlichen Unterricht erhalten, um Defizite, die sich im Wesentlichen durch die Tatsache, dass eine beachtliche Anzahl von Mädchen und Jungen Deutsch nur als Zweitsprache gebrauchen kann, gezielt abzubauen. Darüber hinaus wird in allen drei Fächern mittlerweile sehr großer Wert auf die Berücksichtigung von Aufgabentypen gelegt, die bislang im schulischen Lernprozess eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben (z.B. Multiple Choice Questions)
Es soll an dieser Stelle aber auch hervorgehoben werden, dass von Seiten der beteiligten Lehrkräfte eine viel stärkere Selbstreflexion eingesetzt hat bezüglich der Unterrichtsplanung und – durchführung.
Es bleibt zu hoffen, dass sich auch künftig Erziehungsberechtigte in stärkerem Maße den Herausforderungen stellen, die auf ihre Kinder zukommen
5. Umgang mit den Ergebnissen innerhalb der Schulöffentlichkei
5.1 Wann erfolgte die Information und Analyse der Ergebnisse?
Information der Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigten über individuelle Ergebnisse
Analyse der Ergebnisse in den Fachkonferenzen
Intensive Auseinandersetzung am 08. Juni 2005, nachdem vorher vorbereitende Fachkonferenzen durchgeführt worden sind.
Analyse der Ergebnisse in der Lehrerkonferenz
In einer Lehrerkonferenz am 01. Juni 2005 sind die Ergebnisse der Lernstandserhebungen detailliert besprochen worden.
Analyse der Ergebnisse in der Schulkonferenz
Am 20. Juni 2005 sind die Ergebnisse in der Schulkonferenz erörtert worden.
§ Parallelarbeiten der Jahrgangsstufe 7
Die Durchführung von Parallelarbeiten ist nach anfänglicher Skepsis in Bezug auf ihre Sinnhaftigkeit und die Durchführbarkeit als Weg verstanden worden, die Qualität der Unterrichtsarbeit zu sichern und weiter zu entwickeln. Obwohl es lange üblich und selbstverständlich war, dass Fachkolleginnen und – kollegen sich in der Vorbereitung und insbesondere in der Bewertung von Klassenarbeiten – vor allem im Fach Deutsch – intensiv ausgetauscht haben, indem sie Aufgabenstellungen verglichen haben, auch vergleichbare Bewertungen diskutiert haben, herrschte große Skepsis gegenüber den Musteraufgaben, die das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung angeboten hat.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen ungewohnt intensiv zusammengearbeitet haben und sich dabei fachlich abgestimmt und in der Vorbereitung und Durchführung gemeinsame methodisch – didaktische Schritte festgelegt haben. Es ist von allen als sehr positiv erfahren worden, dass es hilfreich und fruchtbar war, die Parallelarbeiten in aller Offenheit und Gemeinsamkeit durchzuführen und anschließend zu bewerten. Die Lernergebnisse sind als Ermutigung und Bestätigung der individuellen Unterrichtsarbeit erfahren und bewertet worden.
Die anfängliche Skepsis aller Beteiligten ist durch gezielte Beratung und Vorbereitung, gemeinsam getragene Durchführung und Bewertung einer Zufriedenheit gewichen, so dass auch künftig die Parallelarbeiten als geeignetes Mittel betrachtet werden, die Qualität des Unterrichts in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch nicht nur zu sichern, sondern auch zu steigern.
§ Förderkonzept
Im Schuljahr 2005 / 2006 gilt dieses Förderkonzept an der Eichendorff – Realschule:
· Förderdiagnostik
Um die Förderung der Schüler / innen gezielt anlegen zu können, werden im Regelunterricht selbst verantwortete Einstufungs- und immer wieder Lernfortschrittstests durchgeführt. In den unteren Klassen werden im Förderunterricht Deutsch regelmäßig Wochendiktate geschrieben, die sich spezifischen Rechtschreibproblemen widmen. Auf diese Weise verschmelzen Förderdiagnostik und Förderung ineinander. In den höheren Klassen werden zum Teil die Zeugnisnoten und vor allem die Ergebnisse der Lernstandserhebungen zugrunde gelegt.
Eine erfahrene Deutschlehrkraft ist federführend verantwortlich für die Weiterentwicklung eines Förderkonzeptes sowie die Koordinierung diagnostischer und fördernder Maßnahmen.^^
· Anbindung an Regelunterricht
Für die Klassen 5 – 7 werden regelmäßige Kooperationskonferenzen durchgeführt, in denen Fragen zur Förderdiagnostik, zur Förderung und zu zusätzlichen Projekten abgesprochen werden. In den Jahrgängen 8 – 10 besteht ein reger und enger Austausch zwischen den Fachlehrkräften und den Förderlehrkräften bezüglich der Fördermaßnahmen, wobei im Förderunterricht in aller Regel Basiskompetenzen und – qualifikationen erneut aufgegriffen und vertieft werden.
· Material
Im Förderunterricht für das Fach Deutsch werden im Wesentlichen diese Materialien verwendet:
· Jahrgangsstufe 5: „Lesen“ – Texte bearbeiten – verstehen – nutzen. Das Lernbuch (Friedrich Verlag)
· Jahrgangsstufen 5 – 8: Sicher zur Rechtschreibung – Ein Lehrgang in Nachschriften (Klett Verlag)
· Jahrgangsstufe 7 – 9: „Deutschbuch“ – Grundausgabe zusammen mit einem Arbeitsheft (Cornelsen Verlag)
· „Training Abschlussprüfung Deutsch – Realschule NRW“ (Stark Verlag)
All die hier genannten Arbeitsmaterialien liegen jeweils in Klassenstärke vor, so dass alle förderbedürftigen Schüler / innen entsprechend ausgestattet sind.
Im Fach Englisch wird die lehrwerksbegleitende Lernsoftware – English Coach 2000 - , die integriertes Fremdsprachenlernen ermöglicht, in den Computerräumen eingesetzt. In den höheren Klassen (8 – 10) werden die zum Englischlehrwerk gehörige Grammatik und das Practice Book eingesetzt.
Im Fach Mathematik wird in den unteren Klassen häufig das sog. LÜK – System verwendet. In den höheren Klassen werden Aufgaben aus diversen Vorbereitungsheften für die Lernstandserhebungen verschiedener Verlage sowie Ergänzungsmaterialien zu Lehrbüchern benutzt.
Im Bereich Lernen lernen werden im Wesentlichen Vorlagen und Anregungen aus diversen Handbüchern zur Lernkompetenz, herausgegeben von der Realschule Enger (Cornelsen / Scriptor Verlag), verwendet.
· Verankerung im Schulprogramm
Die Fördermaßnahmen in den verschiedenen Fächern, insbesondere im Fach Deutsch, haben an der Eichendorff –Realschule eine sehr lange Tradition und sind im Schulprogramm fest verankert. Die Konzeption wird allerdings regelmäßig überarbeitet und den sich ständig verändernden Gegebenheiten angepasst.
· Elternarbeit
In der Jahrgangsstufe 5 werden an zwei Elternabenden die häusliche Übungssituation mit den Erziehungsberechtigten „trainiert“. Darüber hinaus werden regelmäßig Erfahrungen mit dem Üben ausgetauscht.
Die Erziehungsberechtigten der Jahrgangsstufen 9 und 10 werden schriftlich über die Fördermaßnahmen informiert.
· Schulinterne Evaluation
Die oben aufgeführte Lehrerin des Fachbereiches Deutsch ist im Wesentlichen mit der Evaluation befasst, indem sie intensive Gespräche mit den an der Förderung beteiligten Lehrerinnen und Lehrern führt. Die Ergebnisse werden in der Lehrerkonferenz beraten und fließen in die Unterrichtsverteilung für das folgende Schul(halb)jahr ein. Im Förderunterricht werden regelmäßig kürzere Überprüfungen durchgeführt, um einerseits den Lernenden eine möglichst kurzfristige Rückmeldung über ihren Lernfortschritt zu geben, andererseits geeignete Fördermaßnahmen anzuwenden.
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Die Verkehrserziehung der Eichendorff – Realschule ist in Übereinstimmung mit dem einschlägigen Erlass insbesondere darum bemüht, Schülerinnen und Schüler an das Problembewusstsein und Verständnis heranzuführen, welche Konsequenzen eine im Laufe der Geschichte immer mobiler werdende Gesellschaft für das Zusammenleben aller Menschen in kultureller, ökonomischer und ökologischer Sicht hat. Diese Ziele sind im Unterricht aller Fächer verankert, wobei der zentrale Gedanke der Verkehrserziehung der des partnerschaftlichen Handelns und Verhaltens ist.
Bei der Verkehrserziehung im engeren Sinne, im Verkehrsunterricht, soll dieses partnerschaftliche Verhalten eingeübt werden. Zu diesem Zweck wurde vor elf Jahren ein Mofa – Kursus eingeführt, der den Schülerinnen und Schülern u. a. den Wert derartigen Verhaltens vermitteln soll. Dieser Mofakurs findet für Mädchen und Jungen der Klassen 8 bis 10 statt, sofern sie das 15. Lebensjahr erreicht haben. Der Kurs findet montags in der 7. und 8. sowie mittwochs in der 7. Stunde statt. Den Unterricht leitet ein Lehrer unserer Schule, die mobile Mofaschule der Stadt Köln stellt Mofas zur Verfügung, kommt auf den Schulhof und baut einen Übungsplatz auf.
Darüber hinaus wird einmal jährlich nach entsprechender Vorbereitung und Absprache in allen Klassen ein Verkehrstest durchgeführt.
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Die Erziehung zum Umgang mit Medien, insbesondere den sog. Neuen Medien und Technologien beansprucht einen stark wachsenden Anteil an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Eichendorff – Realschule. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Grundbildung Informatik, der Informatikunterricht im Rahmen der Neigungsdifferenzierung, der Umgang mit dem Internet und seinen unterschiedlichen Diensten sowie vor allem der Einsatz des Computers als Lernwerkzeug im regulären Fachunterricht.
§ Grundbildung Informatik (GRIN)
Aufgrund der Veränderungen, die sich einerseits durch die Einführung der Kernlehrpläne, andererseits durch die Veränderungen der Neigungsdifferenzierung und der insgesamt gewachsenen Bedeutung des Computers ergeben, werden die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 5 in die Handhabung des Computers eingewiesen.
§ Informatik im Rahmen der Neigungsdifferenzierung
Seit 1987 gibt es in der Eichendorff - Realschule einen Informatikraum. Die erste Generation der Rechner waren 8 XT - Rechner mit zwei 5 ¼ - Zoll - Diskettenlaufwerken ohne Festplatten. Grundlagen der Informatik wurden über Projekte wie Zeitung, Warenhaus und Industrieroboter (Fischertechnik - Modelle) vermittelt, basierend auf Programmierumgebungen im DOS-Betriebssystem.
Um zufriedenstellend mit einer integrierten Textverarbeitung (Framework III) arbeiten zu können, wurden die Rechner 1992 mit je einer 20 MB-Festplatte aufgerüstet. Informatik wurde außerdem zum 4. Klassenarbeitsfach im Rahmen der Neigungsdifferenzierung. Im Jahre 1995 wurde unsere Schule mit 12 der fortschrittlicheren 486er Rechnern ausgestattet. 1997 erhielten wir im Rahmen des Projektes "Schulen an Netz" unseren ersten PC mit Internet - Zugang. Es war allerdings eine sehr mühselige Arbeit, Klassen mit 20 und mehr Schülern die Möglichkeiten des Internets zu erklären, wenn für praktische Übungen nur ein Rechner zu Verfügung stand.
Im Jahre 1998 wurden Einzelplatzrechner erstmalig vernetzt und es wurde ein zentraler Server eingerichtet.
Einen weiteren Impuls hat die Nutzung der Computer erfahren, seit die Schule über hochmoderne Multimedia – Computer verfügt, die ebenfalls vernetzt worden sind. Das bedeutet, dass heute zwei Computerräume verfügbar sind und dadurch vor all
Im Jahre 2002 ist die Eichendorff – Realschule als eine der ersten Realschulen in der Stadt Köln mit einem DSL – Breitband – Zugang ausgestattet worden. Dadurch ist die Arbeit mit dem Internet wesentlich einfacher und effektiver geworden.
Das Internet und seine Dienste ist mittlerweile ein zentraler Bestandteil des Informatikunterrichts. Von jedem Platz aus ist der Zugang ins Internet möglich und so können sich Schülerinnen und Schüler unter fachlicher Anleitung die Möglichkeiten der neuen "multimedialen Welt" erschließen. Daneben sind Einführungen in die wichtigsten Office - Programme wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Datenbank Unterrichtsschwerpunkte.
Seit langem ist die Eichendorff - Realschule mit einer eigenen Website im Netz vertreten, die hohe Besucherzahlen aufweist. Schülerinnen und Schüler der Eichendorff – Realschule nehmen regelmäßig an Internet – Wettbewerben teil, die von der "Kölner Rundschau" ausgeschrieben werden.
Dies ist die Adresse der Website der Eichendorff – Realschule:
Der Einsatz von Digitalkameras, Scanner etc. sind selbstverständlich und bilden die Grundlage für die Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen.
Weiterhin wurden z.B. Projekte durchgeführt, bei denen unsere Schülerinnen und Schüler e - mails verschickten und auf diesem Wege mit anderen Eichendorff -Schulen in Deutschland korrespondierten. Zwei bedeutende politische Gipfeltreffen in Köln wurden zum Anlass genommen, in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek der Stadt Köln ein Schülerprojekt über die Stadt Köln und ihre Bedeutung für Jugendliche zu erarbeiten und im Netz zu publizieren.
§ Nutzung der Computer im regulären Fachunterricht
Aufgrund der Bereitschaft einer wachsenden Zahl von Kolleginnen und Kollegen zur Fortbildung werden die Computer mittlerweile regelmäßig in den Fachunterricht, insbesondere in den Deutsch -, Englisch -, Erdkunde – und Politikunterricht integriert. Aber auch die Fächer Physik, Biologie und Mathematik nutzen die Möglichkeiten der Computer für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Bei dieser Arbeit werden vor allem Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogramme, das Internet, aber auch entsprechend auf den Unterricht bzw. Lehrwerke abgestimmte Lernsoftware verwendet.
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§ Grundlagen des Projektes
Mediation ist ein sehr wirksames Verfahren, das in den meisten Fällen zu einer dauerhaften Konfliktlösung führt. Sie ist lösungs- und konsensorientiert. Zugrunde liegt eine klar strukturierte Technik der Gesprächsführung, die alle Beteiligten zu Wort kommen lässt. Der Konflikt wird unter der Moderation von vorher ausgebildeten Schülern aufgeschlüsselt. Diese Mediatoren verhalten sich neutral, begleiten die Streitparteien beratend und unterstützen so die Lösungsfindung.
§ Welche Bedeutung kann Mediation für den Schulalltag haben?
Im Schulalltag müssen Konflikte oft aus Zeitnot „zwischen Tür und Angel“ geregelt werden. Häufig geben Schüler ihren Konflikt beim Lehrer ab, damit er für sie gelöst wird.
Durch das Projekt „Mediation – Schüler helfen Schülern bei Konflikten“ erfahren die Schüler, dass Konflikte zur Zufriedenheit beider Seiten in eigener Verantwortung gelöst werden können. Sieges- und Schuldgefühle bleiben nicht zurück. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, Haltungen und Einstellungen im Umgang mit Konflikten können sich ändern.
Es kann nicht darum gehen, Konflikte in der Schule abzuschaffen. Vielmehr geht es um eine konstruktive Streitkultur.
Daraus ergeben sich folgende Ziele für das Ausbildungsprogramm:
· Stärkung der Eigenverantwortung und der Persönlichkeit der Schüler
· Intervention mit dem Ziel der Deeskalation und Beendigung von akuten Konflikten
· Entlastung des Lehrer / innen
· Prävention durch konstruktive Kommunikation im Verhältnis Schüler - Schüler
Zudem profitieren die Schüler / innen, die sich als Mediatoren ausbilden lassen, in hohem Maße für sich selbst: Sie erweitern ihre soziale Kompetenz und verfügen schließlich über Fähigkeiten, die für das spätere Leben in Beruf, Partnerschaft und Gesellschaft von Bedeutung sind.
§ Ablauf eines Mediationsgesprächs
Darstellung des Konflikts
· die Streitenden schildern ihre Sichtweise
· Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten und Differenzen
Klärung des Sachverhalts
· Hintergründe, verborgene Gefühle und Bedürfnisse werden thematisiert
Lösungsfindung
· die Konfliktparteien bringen ihre Lösungsvorschläge vor
· sie verständigen sich auf eine gemeinsame Lösung
Schriftliche Vereinbarung
· die Beteiligten unterschreiben die Vereinbarung
· Festlegen eines weiteren Treffens
§ Grenzen der Mediation
· Täter – Opfer - Probleme, bei denen das Opfer durch einen Erwachsenen geschützt werden muss,
· Mobbing in der Klasse,
· Streit unter mehreren Personen
§ Praktische Umsetzung an der Eichendorff - Realschule
Schüler / innen der Jahrgangstufe 9 werden im Rahmen des Wahlpflichtbereichs (1 Doppelstunde pro Woche) zu Mediatoren ausgebildet. In der Klasse 10 setzen sie das Gelernte dann in der oben beschriebenen Form um, indem sie während der großen Pausen Schülern der Klassen 5 und 6 in Konfliktsituationen zur Seite stehen. Anlaufstelle ist ein hierfür eigens eingerichteter Gesprächsraum.
Lehrer / innen können im Konfliktfall die betroffenen Schüler zu den Mediatoren schicken, wobei das Prinzip der freiwilligen Teilnahme gewahrt bleiben muss. Selbstverständlich können auch die Schüler / innen von sich aus die Mediatoren aufsuchen und um Hilfe bitten.
Die Klassen 5 lernen das Konzept „Schüler helfen Schülern bei Konflikten“ zu Beginn des Schuljahres kennen. In der Aula werden die Mediatoren zunächst persönlich vorgestellt. In einem Rollenspiel zeigen sie dann, wie sie ihnen konkret helfen können, wie eine solche Konfliktlösung abläuft und wann die Mediatoren zu erreichen sind.
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§ Methodenkompetenz: Das Lernen lernen
In der Erprobungsstufe beginnen wir damit, den Schülerinnen und Schülern Grundlagen methodischen Arbeitens und Lernens fächerübergreifend zu vermitteln. Im Wesentlichen geht es darum, die Schüler / innen schrittweise, aber zielgerichtet zu eigenverantwortlichem Lernen zu führen. Da von unseren Schülerinnen und Schülern lebenslanges Lernen erwartet wird, ist es notwendig, dass die Schule Methoden und Lernstrategien vermittelt, wie man richtig und effektiv lernt, individuelle Fehler beim Lernen vermeidet, persönliche Stärken entwickelt.
Dabei wird das Lernen selbst zum Unterrichtsgegenstand gemacht. Zunächst losgelöst von den Unterrichtsinhalten soll der Prozess des Lernens einmal gesondert betrachtet werden. Anschließend geht es um die Umsetzung und Anwendung bestimmter Methoden im Fachunterricht. Eine große Hilfestellung bieten in diesem Zusammenhang die entsprechenden Hinweise und Vorgaben in den Kernlehrplänen der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Gekoppelt mit Sozial- und Selbstkompetenz ist das Ziel, allmählich eine Lernkompetenz aufzubauen, die die Schüler / innen in die Lage versetzen soll, selbstgesteuert und eigenverantwortlich zu lernen.
§ Das Lernen – lernen - Portfolio
In der Eichendorff – Realschule ist in den vergangenen Jahren ein eigenes Portfolio zum Lernen – lernen entstanden. Es sind fünf Schwerpunktthemen festgelegt worden, die innerhalb der Erprobungsstufe erarbeitet werden:
· Arbeitsplatz und Hausaufgaben
· Vorbereitung auf eine Klassenarbeit
· Lernen mit mind maps
· Richtig markieren und strukturieren
· Lesetechniken
Diese Schwerpunktthemen werden von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der einzelnen Jahrgangsstufen gemeinsam vorbereitet und an Schwerpunkttagen mit den Klassen 5 und 6 erarbeitet.
Neben diesen fünf Schwerpunktthemen lernen die Schüler / innen weitere Grundlagen kennen, um ihr eigenes Lernen besser einschätzen und entwickeln zu können:
· Welcher Lerntyp bin ich?
· Wie funktioniert mein Gedächtnis?
· Wie übe ich richtig?
· Wie kann ich mit allen Sinnen lernen?
§ Die Schwerpunkttage
Eine weitere wichtige Säule des Konzepts der Eichendorff – Realschule sind die Schwerpunkttage zum Lernen - lernen. An diesen Tagen sind der normale Fach- und Zeitplan für die Klasse aufgehoben. Die Klassenlehrer / innen erarbeiten ein Thema aus dem Lernen – lernen - Portfolio an einem Vormittag mit der Klasse. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass die Schüler / innen Themen viel bewusster wahrnehmen, wenn dafür ein ganzer Tag reserviert wird. Außerdem ergibt sich genügend Zeit für kleine Selbstexperimente, die den Schüler / innen helfen sollen, ihre eigenen Stärken und Schwächen beim Lernen zu erkennen und weiter zu entwickeln.
§ Ausblick: Das Lernen – lernen in den Klassen 7/8
Ein Lernen – lernen - Portfolio für die Klassen 7/8 soll noch im Schuljahr 2005 / 2006 fertig gestellt werden. Daran wirken insbesondere die Klassenlehrer / innen der jetzigen Klassen 7 mit. Auf der Grundlage des bereits aus der Erprobungsstufe Bekannten entwickeln sie weitere Bausteine methodischen Lernens in ihren Klassen. Zwei Themengebiete sind bereits erprobt worden:
· Präsentation I
· Visualisierungstechniken
Das in den Klassen 7/ 8 beherrschende Themengebiet Präsentation muss aufgeteilt werden. Weitere mögliche Themen für diese Jahrgangsstufe sind:
· Notizen anfertigen
· Informationsbeschaffung
Sie stehen ebenfalls wie die Visualisierungstechniken in engem Zusammenhang mit dem Hauptthema Präsentation.
Noch ein weiterführender Aspekt muss bei dem Lernen – lernen - Konzept für die Klassen 7/8 berücksichtigt werden. Die Lernkompetenz, die wir unseren Schülerinnen und Schülern vermitteln wollen, beschränkt sich nicht nur auf Methodenkompetenz, sondern Kooperations- und Kommunikationskompetenz gehören ebenso dazu. Deshalb sollen in das Lernen – lernen - Portfolio für die Klassen 7/8 auch diese Themen aufgenommen werden:
· Freies Sprechen und Erzählen
· Argumentation
· Gruppenarbeit
Das Konzept für die Klassen 7/8 soll in einer Gesamtkonferenz am Ende des Schuljahres vorgestellt und verabschiedet werden. Wichtig in diesem Prozess ist, dass auch die anderen Fachlehrer / innen, die in diesen Klassen tätig sind, genau über die Inhalte Bescheid wissen, damit sie sie in ihren Unterricht integrieren können.
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Das Sporthelfersystem an der Eichendorff -Realschule gewährleistet den Pausensport für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Knapp 20 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen tummeln sich in jeder großen Pause in der kleinen Turnhalle und erholen sich auf diese Weise aktiv zwischen den Unterrichtsstunden.
Kleine Spiele (unter anderem Völkerball, Parteiball, „Zombie“ - Ball, Frisbee) sowie alternative Bewegungsangebote wie Pedalo fahren oder Seilspringen stehen auf dem Programm.
Organisiert werden diese Sportangebote zurzeit von den so genannten Sporthelfern, acht Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9.
Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Ausbildung zum / zur Sporthelfer / in“ haben diese gelernt, Sportangebote für jüngere Schülerinnen und Schüler zu organisieren. Dazu gehören das Erklären von Spielen, aber auch das Einteilen von Mannschaften und das Umgehen mit Konflikten. Darüber hinaus haben sie Grundkenntnisse in den Bereichen „sichere Turnhalle“, Sportverletzungen, erste Hilfe, Organisation von Turnieren erlernt.
Die Ausbildung umfasst insgesamt 40 Stunden, neben der wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft eine halbtägige sowie eine zweitägige Kompaktveranstaltung in Kooperation mit dem Gymnasium Pesch und der Gesamtschule Grevenbroich in der Sportschule Hennef.
Die Ausbildung gliedert sich in drei Inhaltsbereiche:
§ Inhaltsbereich 1 – Sporthelferinnen und Sporthelfer in Schul- und Vereinssport
Aufgaben und Strukturen des Schulsports
· Kennen lernen des Aufgabenfeldes „außerunterrichtlicher Schulsport“ und von schulischen Mitwirkungsmöglichkeiten
· Vorbereiten auf die Mitarbeit im außerunterrichtlichen Schulsport
Aufgaben und Strukturen des Vereinssports
· Kennen lernen der Aufgaben des gemeinnützigen Sports
· Kennen lernen der Bedeutung und der Möglichkeiten ehrenamtlicher Tätigkeiten im Sportverein
Möglichkeiten der Kooperation von Schule und Sportverein
· Kennen lernen und Entwickeln von Maßnahmen zur Kooperation von Schulen und Sportvereinen
§ Inhaltsbereich 2 – Grundlagen für die qualifizierte und sichere Durchführung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten
Zielgruppenorientierung
· Berücksichtigen der individuellen Motive, Möglichkeiten und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei Bewegung, Spiel und Sport
Methodik und Organisation von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten
· Erarbeiten von Organisationsformen für Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote
· Kennen lernen einfacher methodischer Prinzipien
Gesundheits- und Sicherheitsaspekte
· Bewusstmachen der Bedingungen für gesundes und sicheres Sporttreiben
· Einüben des Verhaltens bei Unfällen
Betreuung von Gruppen
· Kennen lernen der Verantwortung bei der Aufsicht
· Kennen lernen von Hilfen bei der Bewältigung von Konflikten
§ Inhaltsbereich 3 – Praxis von Bewegung, Spiel und Sport mit Kindern und Jugendlichen
Bewegungs- und Spielangebote
· Entwickeln und variieren von Bewegungs- und Spielangeboten
· Anwenden und auswerten von Bewegungs- und Spielangeboten
Individualsportarten und Sportspiele
· Erleben und reflektieren von Individual- und Mannschaftssportarten
· Variieren von bekannten Sportspielen
Auch in diesem Schuljahr werden wieder 10 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 zu Sporthelferinnen und Sporthelfern ausgebildet, um im kommenden Schuljahr zum Einsatz zu kommen.
Die Arbeitsgemeinschaft wird mittlerweile im dritten Jahr in Folge angeboten.
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Sexualerziehung
Die fächerübergreifende schulische Sexualerziehung (§ 33 des Schulgesetzes vom 15. März 2005) ergänzt die Sexualerziehung durch die Eltern. Ihr Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler alters- und entwicklungsgemäß mit den biologischen, ethischen, sozialen und kulturellen Fragen der Sexualität vertraut zu machen und ihnen zu helfen, ihr Leben bewusst und in freier Entscheidung sowie in Verantwortung sich und anderen gegenüber zu gestalten.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird der schulische Biologieunterricht, insbesondere die Sexualerziehung, durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ergänzt.
Aufgrund einer Initiative der Schülerinnen und Schüler in der Schulkonferenz wird die schulische Sexualerziehung, die hauptsächlich im Rahmen des Biologieunterrichts in der 6. und 7. Klasse stattfindet, ergänzt. Zu diesem Zweck organisieren wir regelmäßig für unsere Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 an einem Vormittag einen Besuch im Informationszentrum von Pro Familia in Chorweiler. Dort werden sie von erfahrenen Sexualpädagoginnen ausführlich über alle Themenbereiche menschlicher Sexualität informiert. Unsere Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 haben zur gleichen Zeit Gelegenheit, im Kölner Gesundheitsamt mit einem erfahrenen Sexualpädagogen zu sprechen.
Die Zusammenarbeit mit beiden Einrichtungen funktioniert nun schon seit zwei Jahren reibungslos. Sowohl die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schulleitung erhalten regelmäßig Rückmeldungen von den betreuenden Sexualpädagoginnen und -pädagogen. Aber auch die Schüleräußerungen lassen deutlich erkennen, dass die Sexualberatung in beiden Einrichtungen sehr informativ und hilfreich ist.
Zusätzlich zu den Besuchen bei Pro Familia und im Gesundheitsamt bekommen die Schülerinnen und Schüler Informationsmaterial von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Für die Mädchen wird das Büchlein „Jules Tagebuch“ und für die Jungen die Informationsschrift: „So geht´s, so steht´s“ klassenweise angeschafft und verteilt.
Erstmalig hat eine Lehrerin in diesem Schuljahr an einer Lehrerfortbildung bei Pro Familia teilgenommen.
Darüber hinaus ist geplant, im kommenden Schuljahr alle Mädchen der Eichendorff – Realschule im Rahmen von jeweils zweistündigen Informationsveranstaltungen für Fragen der Sexualität im weitesten Sinne zu sensibilisieren. Diese Aufgabe wird von Ärztinnen der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e. V. durchgeführt werden.
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Zu den Schwerpunkten, die im Kollegium der Eichendorff – Realschule im Rahmen der Weiterentwicklung der schulischen Arbeit eine besondere Rolle spielen, gehören neben der weiteren Entwicklung der Lernkompetenz insbesondere diese Bereiche eine wichtige Rolle:
· Weiterarbeit an der Erstellung neuer schulinterner Arbeitspläne auf der Grundlage der Kernlehrpläne
· Konzept für Lernkompetenz für die Klassen 9 / 10
· Weiterentwicklung der Lernstandserhebungen und der unterrichtlichen Konsequenzen
· Vorbereitung auf die zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10
· Weiterentwicklung des Förderkonzeptes
· Erarbeitung eines Konzeptes für den Vertretungsunterricht
· Weiterentwicklung der Naturwissenschaften, insbesondere durch den Neubau und die Neueinrichtung zunächst des Chemieraumes (C 212), später der Biologie- und Physikräume
Entwicklungsstand des Schulprogramms
Dezember 2005
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