METHODENTRAINING

(Schwerpunkt Präsentation)

 im Rahmen des Köln Projekts der Klasse 7c

Überblick

Nachdem bereits in der Erprobungsstufe verschiedene Techniken des Methodentrainings erprobt und angewandt wurden (z.B. Mind Mapping, Markieren und Unterstreichen, systematisches Lesen, Zusammenfassen von Informationen etc.) sollten im Rahmen eines Köln Projekts folgende Übungsbausteine behandelt werden:

 Körperhaltung und Sprache beim Vortrag

Die Art, wie du dein Referat vorträgst, entscheidet in erheblichem Maße über Erfolg oder Misserfolg deines Referats. Man geht sogar davon aus, dass der Erfolg eines Referats zu 90% (!!!) von der Art des Vortrags abhängt und der Rest durch die fachlichen Inhalte bestimmt wird.

Körperhaltung

Ein Referat halten heißt: „Ich will euch etwas mitteilen.“ Wenn du dich aber körperlich verschließt, signalisierst du: „Ich will nicht mit euch reden!“ Hier sind einige Beispiele für eine offene Körperhaltung, die bei einem Referat sehr wichtig ist:

1.)    Du schaust deine Zuhörer an.

2.)    Du untermalst dein Referat mit erklärenden Handbewegungen.

3.)    Du bewegst dich beim Referieren, indem du z.B. auf- und abgehst.

4.)    Du nimmst eine selbstbewusste Körperhaltung an und vermeidest diese oder ähnliche Körperhaltungen:

 

Sprache

Lange, verschachtelte mit vielen Nebensätzen und zu vielen Fach- und Fremdwörtern müssen unbedingt vermieden werden! Zum einen verliert der Sprecher leicht den Faden und der Zuhörer hat Schwierigkeiten dem Inhalt zu folgen. Bilde stattdessen kurze und einfache Sätze!

Du kannst nicht so wie in einer normalen Unterhaltung sprechen! Sprich langsamer, lauter und deutlicher!

Nimm dir Zeit für kleine Pausen! Diese zeugen von Selbstbewusstsein und geben den Zuhörern zugleich Gelegenheit, das Gehörte geistig nachzuvollziehen.

Halte dein Referat so frei wie möglich und lies nie vom Blatt ab!

 

Auswendiglernen des Vortrags

 Viele Schülerinnen und Schüler, die ein Referat halten wollen, haben dasselbe Problem. Sie haben zwar ein interessantes Thema aber sie können sich den Stoff einfach nicht merken. Hier ist eine Methode, mit der du das in den Griff bekommst! Dazu brauchst du Karteikarten (DIN A6 oder kleiner) und zwei kleine Kartons, in die du diese Karteikarten stellen kannst. Gehe wie folgt vor:

1.)   Lege für jedes Kapitel deines Referats ein Päckchen Karteikarten bereit. Jedes Kapitel erhält eine Farbe, mit der du die Oberkante der entsprechenden Karten anmalst. 

2.)   Jetzt schreibst du der Reihe nach und in ganz knappen Stichworten den Inhalt deines Referats auf die Karten. Du solltest ganz besonders die Dinge aufschreiben, die du dir schlecht merken kannst, wie z.B. Jahreszahlen, Namen etc.

3.)   Jetzt stellst du alle beschrifteten Karten der Reihe nach in den Karton. An den farbigen Oberkanten der Karten erkennst du die Kapitel.

4.)   Nimm jetzt eine Karte nach der anderen in die Hand und formuliere zu den Stichworten einen Satz oder mehrere Sätze, wie du sie in deinem Referat sagen würdest. Die Karten, bei denen du überhaupt kein Problem hast, legst du in der richtigen Reihenfolge in den zweiten Karton. Die Karten, die dir Schwierigkeiten machen, lässt du in dem ersten Karton. 

5.)   Jetzt machst du jeden Tag einen oder zwei Durchgänge, bis alle Karten im zweiten Kasten sind und du dein Referat frei halten kannst.

6.)   Nimm diese Karten mit, wenn du dein Referat in der Schule oder woanders hältst.

WICHTIG!!!

Selbst für erfahrene Referenten ist es schwierig abzuschätzen, wie lange das Referat dauern wird. Da aber meist der zeitliche Rahmen eines Referats eng gesteckt ist, solltest du zur Ermittlung der exakten Redezeit unbedingt einmal das komplette Referat zu Hause halten. Solch eine „Generalprobe“ gibt dir zudem Sicherheit für die „Uraufführung“, da du erfährst, ob du dein Referat wirklich flüssig vortragen kannst oder ob du noch an einigen Stellen hängen bleibst.

 Visualisierung des Vortrags

 Du machst es deinen Zuhörern und Zuhörerrinnen sehr viel leichter deinem Referat zu folgen, wenn du begleitendes Anschauungsmaterial vorbereitest. Das können Fotos, Poster und konkrete Gegenstände sein aber auch grafische Schaubilder. 

Informationen können wesentlich besser gespeichert werden, wenn sie nicht nur auditiv sondern auch visuell aufgenommen werden.

 Du kennst nun wichtige Schritte, um dein Referat vorzutragen. Ist nun der Moment gekommen, an dem du vor der Klasse stehst, solltest du

1.)    erst mal tief einatmen und dann langsam ausatmen. Das beruhigt.

2.)    festen Stand suchen und Körperhaltung straffen.

3.)    einen Kuli oder deine Karteikarten in die Hände nehmen, sonst weißt du nicht wohin mit den Händen. Vergrabe niemals die Hände in den Hosentaschen!

4.)    die Zuhörer in aller Ruhe anschauen und den Blick langsam schweifen lassen, denn du bist hier der Experte!

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Bearbeitung: Marcel, B