Beginn einer neuen Ära in der Satelliten-Navigation

Galileo

Die europäische Raumfahrt hat mit dem Aufbau ihres globalen Navigationssystems "Galileo" begonnen. Eine russische Rakete brachte den Satelliten "Giove-A" von Baikonur in Kasachstan aus ins All. Das 3,8 Milliarden Euro teure Projekt dient rein zivilen Zwecken. Bis Ende 2010 sollen 30 Satelliten die Erde umkreisen. Die Europäische Weltraumagentur Esa und die EU wollen mit Galileo dem militärisch kontrollierten US-System GPS Konkurrenz machen.  Noch weitere 29 Satelliten sollen ins All geschossen werden, erst dann ist Galileo voll einsatzbereit. Nach jahrelangen, manchmal quälenden Vorbereitungen und Verhandlungen um Finanzierungen und Kompetenzverteilung wurde das Navigationssystem ins All gebracht. Der erste von 30 Satelliten "Giove-A" befindet sich schon im All, weitere werden die kommenden Jahre folgen.

Kontrollzentrum von Galileo

Das Kontrollzentrum für Galileo wird seinen Sitz im Oberbayerischen Oberpfaffenhofen haben. Baubeginn soll 2006 sein. Ein weiteres Kontrollzentrum ist in Italien vorgesehen.

Der Name Galileo

Der Name Galileo verweist auf den italienischen Naturwissenschaftler und Astronomen Galileo Galilei, der von 1564 bis 1642 lebte.

Die Kosten

Die Kosten für Galileo werden mit 3,8 Milliarden Euro veranschlagt. Experten hoffen, dass bis 2020 durch das Projekt bis zu 140 000 Arbeitsplätze geschaffen werden 

Bearbeitung: Stephan Brinkel