Der europäische Umweltsatellit ENVISAT

 

Umweltsatellit Envisat kann seine Arbeit beginnen

Der europäische Umweltsatellit "ENVISAT" ist plangemäß im  All ausgesetzt worden. Eine Rakete vom Typ Ariane 5 startete pünktlich am 01.03.2002 um 02.07 Uhr MEZ in Kourou in Französisch-Guayana und brachte den Satelliten in seine Erdumlaufbahn in 800 Kilometern Höhe. Der acht Tonnen schwere und zwei Milliarden Euro teure Satellit soll eine bislang unerreichte Datenmenge über Klima und Umwelt liefern. Die europäische Raumfahrt-Organisation ESA erhofft sich dadurch insbesondere Erkenntnisse über den Klimawandel.

Der Envisat kann nach Treibhausgasen suchen, Windgeschwindigkeiten und Wellenhöhen auf den Ozeanen messen oder Erdverschiebungen auf den Millimeter genau bestimmen. Fünf Jahre lang soll der Satellit Daten senden. Er kann den Zustand der Erde analysieren und komplexe Umweltabläufe von der Algenblüte bis zu Vorläufererscheinungen von Naturkatastrophen sichtbar machen. Eine russische Antonow und zwei Boeing 707-Frachter haben ENVISAT mit dem 14 mal 4,5 Meter großen Sonnensegel, das 6,6 Kilowatt Strom liefert, zum Startplatz geflogen

1988 wurde das Projekt als "Polare Plattform" beschlossen; Anfang der 90er Jahre bekam der Umweltsatellit, der stündlich so viele Daten sammelt, wie auf die Festplatten von mehreren PCs passen, das Kürzel ENVISAT.

 

Eine neue Ära der Erdbeobachtung

Während seiner mindestens fünfjährigen Mission wird Envisat alle 100 Minuten die Erde umrunden und alle 35 Tage wieder die selben Bereiche überfliegen.

Der Envisat wird durch sein tageszeit- und wetterunabhängiges Radarsystem, das Mikrowellenimpulse zur Erdoberfläche sendet und deren Rückstrahlung misst, wertvolle Aufnahmen der Meere und Landflächen liefern. 

 

Insgesamt zehn fortschrittliche Instrumente an Bord von Envisat sollen den Wissenschaftlern zu einem besseren Verständnis der globalen Erwärmung verhelfen.

 

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Bearbeitung: Sebastian P. & Filip O.