vom 24.10.2002
Ein Stein der Freundschaft
Vor 20 Jahren fuhr die erste Schülergruppe der Eichendorff-Realschule nach Charmes in Frankreich. Doch das Interesse an dem Angebot sinkt.
Neuehrenfeld - Quiche Lorraine und die netten
Treffen mit den jungen Franzosen mag Yvonne Zabel (15) besonders gern, wenn sie
in dem kleinen Ort Charmes ist. Schon zwei Mal reiste die Schülerin nach
Lothringen, um dort zwei Wochen bei ihrer französischen Gastfamilie zu
verbringen.
Seit 20 Jahren gibt es das Austauschprogramm zwischen dem Collége Maurice
Barres südlich von Metz und der Eichendorff-Realschule - daran erinnert nun ein
Findling im Vorgarten der Schule.
Den Stein hatte Bezirksvorstehender Josef Wirges zum Jubiläum von der Baugesellschaft
Grubo organisiert. Erst vor kurzem waren ein paar Findlinge, die am Rande der
Takustraße standen, abtransportiert worden, um Platz für Parkplätze zu
schaffen. Einer davon symbolisiert nun die deutsch - französische Freundschaft.
,,So wird der Stein des Anstoßes zum Symbol der Freundschaft", freute sich
Wirges. Gemeinsam mit Günther Ott von der Grubo und Schulleiter Wolfgang
Biederstädt schraubte er eine Erinnerungstafel an dem 700 Kilo Brocken fest. ,,
Auf den Reisen hatten die jungen Menschen aber nicht nur die Chance, ihre Sprachkenntnisse
aufzufrischen", sagte Marianne Del Frate, Lehrerin der
Eichendorff-Realschule. So standen immer auch Ausflüge - zum Beispiel in die
Vogesen - auf dem Programm. "Doch das Interesse an der Deutschen Sprache nimmt
ab", stellte Del Frate fest. "Englisch ist bei den Franzosen auf dem
Vormarsch, weil es nützlicher zu sein scheint." Auch die Vorlieben der deutschen
Schüler hatten sich gewandelt. An stelle von Französisch werde zum
Beispiel immer häufiger Informatik gewählt. Deshalb ist noch ungewiss, ob der Schüleraustausch
fortgesetzt wird. (ram)
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Auf der rechten Seite kann man den Stein der Freundschaft sehen und auf der linken Seite sieht man, wie Herr Vierkotten und ein Schüler einen Baum einpflanzen. | .![]() |
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Bearbeitung: Önder Tezel |