Realschüler im Assessment-Center

Drei Tage im Zeichen der individuellen Berufsorientierung mit Firmenvertretern

Ehrenfeld. Nachdem die Eichendorff-Realschule im vergangenen Schuljahr positive Erfahrungen mit ihren Projekttagen im Rahmen der Berufswahlorientierung machen konnte, standen auch in diesem Schuljahr wieder drei Tage im Zeichen der Berufswahlvorbereitung der neunten Klassen. ,,Wir möchten die Schüler fit machen, selbstverantwortlich Entscheidungen für den Übergang in das Erwerbsleben vorzubereiten", sagt Ines Küster-Lang, Konrektorin und Verantwortliche für das Projekt. ,, Sie müssen sich ihrer individuellen fachlichen Interessen und Fähigkeiten bewusst werden, und da besteht noch Informations- und Beratungsbedarf." Daher arbeitete Küster-Lang über Bausteine wie Schülerbetriebespraktika, Beratungsgespräche beim Arbeitsamt und Tage im Berufsinformationszentrum (BIZ) hinaus ein ganz eigenes, dreitägiges Programm aus, das mit der Vermittlung aktueller, Praxis bezogener Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie der Durchführung von Trainingsprogrammen den Prozess der Berufsorientierung weiter voranbringen soll. ,,Dazu haben wir Vertreter von Gymnasien, Berufskollegs und namhaften Firmen wie Bayer, RWE, Barmer Ersatzkasse oder Telekom eingeladen", sagt Schulleiter Wolfgang Biederstädt. So konnten die rund 100 Schüler am ersten Projekttag unter vielen verschiedenen Präsentationen auswählen. Mindestens mussten sie sich das Ausbildungsangebot eines Gymnasiums, eines Kollegs und dreier Firmen anhören und ihr individuelles Programm auf einem Laufzettel dokumentieren. Am zweiten Tag war Training angesagt, Training in Rollenspielen, einem Assessment-Center, Bewerbungssituationen und in der Jobsuche per Internet. Peter Zaar von der Barmer Ersatzkasse stellte mit den Schülern die Begrüßung bei einem Vorstellungsgespräch nach. ,,Es ist wichtig für die Schüler, in solche Team- und Unternehmensprozesse Einblick zu bekommen", sagt Lehrerin Petra Wertz, ,, und zu erfahren was möglich ist und was nicht." Es geht darum, Ängste abzubauen und die Schüler zu ermutigen, sich eigenständig eine Zukunft zu bauen. Denn Biederstädt weiß: ,, Der beste Abschluss nutzt nichts, wenn man sich nicht genügend um einen Anschluss kümmert..."

(Anmerkung der Schülerredaktion: Seit diesen positiven Erfahrungen im Jahr 2003 und 2004 sind Projekttage zur Berufsvorbereitung zu einer regelmäßige Einrichtung an unserer Schule geworden.)